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Gütersloh: Bisherige Ergänzungskräfte werden zu Fachkräften hochgestuft

Stadt stärkt eigene Kitas

Gütersloh (WB). Aus so gut wie allen Kinderpflegerinnen, Sozialassistentinnen und Heilerziehungshelferinnen werden voll bezahlte Erzieherinnen. Die Teilzeitquote wird reduziert. Fehlzeiten werden abgebaut, hohe Personalausfälle kompensiert: Die Stadt holt bei den eigenen Kindertagesstätten zum großen Wurf aus.

Stephan Rechlin

Volle Kraft voraus: Die Stadt baut die personelle Ausstattung ihrer Kitas kräftig aus. Foto: dpa

Das Personalkonzept, das Bildungsdezernent Joachim Martensmeier dem Jugendhilfeausschuss in der kommenden Woche vorlegt, wird die Stadt 300.000 Euro im Jahr zusätzlich kosten. Mit diesen Maßnahmen will die Stadt ihr Fachpersonal halten, deren Arbeitsbedingungen und Entgelte verbessern und weitere Menschen für den Beruf gewinnen. Mit dem Konzept betont die Stadt ihre hohe Trägerqualität.

Stadt beschäftigt sowieso nur ausgebildete Kräfte

Die war zuletzt in einer Umfrage des Jugendamtselternbeirates in Zweifel gezogen worden. Generell, so der Tenor der Umfrage, seien die Eltern in den Kitas freier Träger zufriedener. Dem tritt die Stadt im neuen, mit Mitarbeitern, Personalleitung und Personalrat entwickelten Konzept jetzt vehement entgegen.

Der überraschendste Vorschlag darin ist die Umwandlung bisher geringer bezahlter Ergänzungskräfte in vollwertige Erzieherstellen. Das geht so einfach, weil die Stadt bis auf fünf Personen ausschließlich ausgebildete Erzieherinnen beschäftigt. Sie übernehmen auf den Ergänzungsstellen nahezu identische Aufgaben wie die Kolleginnen auf den Fachkraftstellen. Mit der Umwandlung strebt die Stadt darüber hinaus eine Reduzierung der Teilzeitquote von bisher 58 auf 50 Prozent an. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit soll dann auf halben Stellen mindestens 19,5 Stunden betragen und in begründeten Ausnahmefällen nur 16 Stunden. Bei Personalausfällen sollen die Kita-Leiterinnen einspringen, die Verwaltungs- und Dokumentationsaufgaben müssen dann eben warten. Bei längeren Krankheitsausfällen werden Vertretungskräfte eingestellt: »Priorität haben die elementaren Bedürfnisse der Kinder und das Kindeswohl sowie die Aufsicht.«

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