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Mehr Programm am ersten November-Wochenende – Kritik von Verdi

Stadt wertet verkaufsoffenen Sonntag auf

Gütersloh (WB). Droht neuer Ärger zwischen der Stadt Gütersloh und Verdi? Die Gewerkschaft lehnt den verkaufsoffenen Sonntag am ersten November-Wochenende ab.

Michael Delker

Der verkaufsoffene Sonntag im November wird von der Gewerkschaft Verdi abgelehnt. Foto: Carsten Borgmeier

Um den verkaufsoffenen Sonntag abzusichern, soll der Rat eine neue Ordnungsbehördliche Verordnung beschließen. Damit verbunden ist eine Ausweitung des Programms. Porta und der Media-Markt sollen auch öffnen dürfen.

Die Anlässe für den verkaufsoffenen Sonntag sind jährlich wechselnd das »Martinswochenende« und die Veranstaltungsreihe »Lesestadt Gütersloh«. Beim Martinswochenende war das Programm bislang überschaubar. Auf dem Kolbeplatz gab es einen italienischen Markt und auf dem Dreiecksplatz den Gänsemarkt. Das soll sich nun ändern.

Porta und Media-Markt mit eingebunden

Künftig soll das GOP-Winterwunder-Varieté in der Innenstadt einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert werden – unter freiem Himmel und ohne Eintrittsgeld. Zum Abschluss soll zudem eine Varieté-Show bei Porta gezeigt werden. Ein Martinsumzug ist ebenso geplant wie das erstmalige Einschalten des Winterlichts in der mittleren Berliner Straße. Auf den Parkplätzen des Media-Marktes und des Porta-Möbelhauses sind zudem Mitmachaktionen und Auftritte von Künstlern geplant. Außerdem soll es dort Gastronomie geben.

Die Stadt begründet die Ausweitung des Veranstaltungsbereichs auch mit den großflächigen Parkplätzen, die bei Porta und am Marktplatz zu finden sind. »Sie werden stark frequentiert und sind zwingend erforderlich«, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Insofern sei es sachgerecht, vereinzelt liegenden Geschäften im Umfeld dieser Parkplatzflächen zur Versorgung der Besucher die Möglichkeit einer sonntäglichen Geschäftsöffnung zu eröffnen.

Gewerkschaft lehnt Sonntagsarbeit ab

Dagegen lehnt Verdi den verkaufsoffenen Sonntag zum Martinswochenende ab. In einer Stellungnahme bezeichnet die Gewerkschaft die Zahl der am 3. November vorgesehenen Veranstaltungen als »überschaubar.« Der Mitteilung zufolge sei ein Shopping- oder Umsatzinteresse kein ausreichender Grund für die an diesem Tag geplante Sonntagsarbeit der Einzelhandels-Mitarbeiter.

Die Gewerkschaft hält es für nicht nachvollziehbar, dass deshalb gut 280 Geschäfte in Gütersloh öffnen sollen. Abermals kritisiert Verdi die Einbeziehung des Media-Marktes und des Porta-Möbelhauses in den verkaufsoffenen Sonntag. Anfang des Jahres war Verdi mit dem Versuch gescheitert, den verkaufsoffenen Sonntag zum Gütersloher Frühling zu verhindern.

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