1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Guetersloh
  6. >
  7. Taufen füllen die Kirchenbänke

  8. >

Gütersloh: Sechs Frauen bereiten Eltern und Kinder auf das Sakrament vor

Taufen füllen die Kirchenbänke

Gütersloh (WB). Die katholischen Gemeinden im Pastoralen Raum Gütersloh haben die Taufen aus den regulären Sonntagsmessen herausgelöst. Der Andrang zu diesem Sakrament ist so hoch, dass es nicht ausreichend Platz in den Kirchen gäbe.

Stephan Rechlin

Madeleine Lewike, Julia Maibaum-Laumeier, Pfarrer Shajers Lopez, Anja Brinkmann, Angelika Kuhr und Elke Hecker (von links) bereiten einmal pro Monat den Taufgottesdienst mit Eltern und Kindern im Pastoralen Raum Gütersloh vor. Foto: Stephan Rechlin

Gemeindereferentin Julia Maibaum-Laumeier stellt fest, dass es Eltern sehr ernst mit diesem kirchlichen Ritual nehmen: »Ob im Sommer oder im Winter – die Tauftermine in unseren Kirchen sind meistens ausgebucht.« Seit zwei Jahren gibt es im Pastoralen Raum ein Taufteam – sechs Frauen, die einmal pro Monat in der St. Bruder Konrad-Kirche mit den Eltern besprechen, was eine Taufe bedeutet und was während der Zeremonie passiert. Ein Priester ist auch immer mit dabei.

Kleines Gebet im Rahmen

An den Abenden bleibt es nicht bei der Erläuterung von Äußerlichkeiten, also was die Taufkerze und das Taufkleid bedeuten, warum Priester, Eltern und Paten dem Kind das Kreuzzeichen auf die Stirn zeichnen, was Chrisam-Öl und Weihwasser symbolisieren. In dem Vorbereitungsgespräch gehen Maibaum-Laumeier, Anja Brinkmann, Elke Hecker, Angelika Kuhr, Madeleine Lewike und Elisabeth Massenkeil mit den Vätern und Müttern auch durch, was es denn heißt, sein Kind unter den Segen Gottes zu stellen. Es so anzuleiten, dass es sich zu seinen Nächsten verhält so wie Jesus es vorgelebt hat.

Mitunter kommen in diesen Gesprächen auch seelische Hürden zur Sprache. Maibaum-Laumeier: »Manche Eltern tun sich anfangs schwer damit, gemeinsam mit ihren Kindern zu beten. Das sind sehr persönliche, intime Momente. Dabei können wir ihnen mit kleinen, leicht zu sprechenden Gebeten helfen, die in kleine Rahmen im Kinderzimmer aufgestellt werden können.«

Jeden Sonntag eine andere Kirche

Das Sakrament wird meist im Anschluss an die jeweilige Messe in einer der neun katholischen Kirchen angeboten. Die Kirche wechselt jeden Sonntag. Aus dem Team ist auch immer jemand mit dabei, wenn am jeweiligen Sonntag – entweder zum Wunschtermin, oder in der Wunschkirche oder sogar beides – tatsächlich getauft wird. Anja Brinkmann: »Bei vier Taufen pro Sonntag ziehen sich die Zeremonien ganz schön hin. Schon allein deshalb wurden sie aus den Messen herausgelöst.« Bei vier Familien samt Anhang werde es außerdem ganz schön voll. Die sechs Taufhelferinnen nehmen Mühe und Aufwand gern in Kauf, würden sich aber über weitere Helfer aus den Gemeinden Pankratius, Herz-Jesu, Heilige Familie, St. Friedrich, St. Bruder Jakob, Liebfrauen, Heilig Geist, St. Marien oder Christ König freuen. Ansprechpartner ist Vikar Markus Henke unter Tel.: 0 52 41 / 9 98 71 58 (henke.markus@freenet.de). Eltern können ihren Taufwunsch nach wie vor in einem der sechs Pfarrbüros anmelden.

Startseite