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Gütersloh: Stadt will sich Werkvertragsarbeiter-Gremium nicht aufhalsen

Tisch sucht Gastgeber

Gütersloh (WB). Der Runde Tisch zur Situation von Werksvertragsarbeitern ist beschlossen, aber noch lange nicht eingerichtet. Sozialdezernent Joachim Martensmeier sieht im Sozialausschuss keine Möglichkeit, die damit verbundene Verwaltungsarbeit auch noch seinem strategischen Management aufzuhalsen.

Stephan Rechlin

Gegen einen Runden Tisch zur Situation von Werkvertragsarbeitern hat die Stadt nichts einzuwenden. Sie will nur nicht die damit verbundene Organisationsarbeit übernehmen. Foto: Wolfgang Wotke

Nach dem gestern einstimmig mit wenigen Änderungen beschlossenen SPD-Antrag müssten gut 25 bis 30 Personen an diesem Tisch Platz nehmen. So wünschte sich Christa Kockentiedt (SPD) unter anderem die Vertreter der zehn größten betroffenen Firmen mit am Tisch. Aus der Verwaltung seien einer Kalkulation Martensmeiers zufolge auch noch mal mindestens zehn Personen erforderlich – natürlich auch die von Christiane Ziegele (BfGT) gewünschte Gleichstellungsbeauftragte. Schließlich stießen noch Vertreter aus den Fraktionen dazu. Ingrid Hollenhorst (CDU) schwante nichts Gutes: »Mit zunehmender Größe des Tisches werden die Beratungsergebnisse nicht besser.« Ausschuss-Vorsitzender Volker Richter (SPD) will sich mit Dezernent Martensmeier und Fachbereichsleiter Andreas Reinhold beraten, wie die Sitzungen nach Teilnehmerzahl und Terminintervallen am besten anzusetzen sind.

Anregungen aus dem Kreis

Die Änderungswünsche zum SPD-Antrag stammten von Ina Laukötter (CDU). Sie regte an, auch deutsche Werkvertragsarbeitnehmer neben den 2266 in Gütersloh lebenden Rumänen, 2019 Polen und 531 Bulgaren einzubeziehen. Die zu ergreifenden Maßnahmen seien auf »kommunale Möglichkeiten« zu beschränken. Aus dem Kreis sollte sich die Stadt Anregungen holen, wie mit der Problematik andernorts umgegangen wird. Zum Fragenkatalog der Grünen blieb Dezernent Martensmeier Antworten schuldig. Aus den Kitas seien keine Auffälligkeiten bekannt, zumal dort nicht nach Nationalitäten differenziert werde. Aus den Schulen lagen noch keine Antworten vor.

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