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Gütersloh

Totengedenken in der Martin-Luther-Kirche

Gütersloh (gl)

Der Arbeitskreis Asyl der evangelischen Kirchengemeinde lädt dazu ein, auf der Flucht gestorbener Menschen zu gedenken.

Hoffen auf viele Menschen, die am Karsamstag in die Martin-Luther-Kirche kommen, um der Menschen zu gedenken, die auf der Flucht ums Leben gekommen sind: (v. l.) Ulrike Poggenklaß, Betty Winter, Ernst J. Klinke, Hildegunde Klinke, Elisabeth Meier und Rita Pfeiffer.

Gütersloh (gl) - Der Arbeitskreis (AK) Asyl der evangelischen Kirchengemeinde Gütersloh lädt für Karsamstag, 16. April, zu einem besonderen Totengedenken ein. Einen Tag lang solle in der Martin-Luther-Kirche der Menschen gedacht werden, die auf der Flucht ums Leben gekommen seien, berichtet der AK Asyl in einer Mitteilung.

Krieg, Not und Elend erlitten

Das Organisationsteam und die Mitwirkenden wünschen sich demnach, dass zwischen 9 und 19 Uhr viele Menschen den Weg in die Kirche finden, um Anteil am Schicksal der Menschen zu nehmen, die als Geflüchtete aus Unterdrückung, Krieg, Not und Elend ihr Leben verloren haben.

Das samstägliche Friedensgebet ab 12 Uhr ist in die Veranstaltung eingebunden. Seit 1993 sind bestätigte Todesfälle in langen Listen erfasst worden. Daraus wird vorgelesen. Tödliche Ereignisse und, soweit bekannt, die Namen der Toten sollen genannt werden. Leider seien viele Geflüchtete namenlos geblieben, viele seien nie bestattet worden, heißt es in einer Mitteilung.

Viele Tote bleiben namenlos

Das Organisationsteam hat vielfältige Gruppen und Personen aus der Gütersloher Zivilgesellschaft für das Lesen aus den Totenlisten gewonnen. Acht Mitglieder des Rates der Stadt hätten zugesagt, als fraktionsübergreifende Gruppe zu lesen.

Auch Nachwuchspolitiker aus dem Jugendparlament beteiligten sich am Totengedenken. Die künstlerische Leitung des Gütersloher Theaters will ebenso tödliche Fluchtereignisse vortragen wie die Klimaschutz-Initiative Parents for Future, Vertreter der Vesperkirche, der AG Sozialdemokratischer Frauen, eine Gruppe aus Avenwedde um Pfarrerin Antony, Lehrerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums, die Gruppen „Seebrücke“ und „Stimmwerk“, die ehrenamtlichen Leiterinnen des Frauentreffs für geflüchtete Frauen und die Elterngruppe OWL des Bündnisses der Eltern, Freunde und Angehörigen von Homosexuellen.

Religionen im Dialog

Der „Dialog der Religionen“ beteiligt sich ebenso wie eine Gruppe von Aleviten und der Christenrat. Von katholischer Seite nehmen Vertreterinnen der KFD, der Initiative Maria 2.0, der Kolpingsfamilie und die Leitung des Caritasverbands für den Kreis Gütersloh teil.

Die evangelische Kirche repräsentiert der Superintendent des Kirchenkreises Gütersloh, Frank Schneider, der Grüße von der Präses der westfälischen Landeskirche, Annette Kurschus, überbringen wird. Pfarrer J. Poggenklaß liest für das Bielefelder Ökumenische Netzwerk Asyl in der Kirche, und aus der Flüchtlingsberatung der Diakonie bringt sich Katharina Stein beim Totengedenken ein.

Zum Abschluss tritt ein Chor auf

Aus der Gütersloher Kirchengemeinde beteiligen sich der Ausschuss Mission, Ökumene, Weltverantwortung, die offene Altenarbeit, die Gruppe Mannsbilder, Mitglieder des Presbyteriums und Familien. Für den AK Asyl tragen Karin Elsing und Thomas Ostermann vor. Zum Abschluss lesen und singen Mitglieder des „After8 Chores“.

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