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Gütersloh: Gut 2000 Gläubige nehmen Abschied von Priester Sleman Djallo - mit Video

Trauerfeier mit Ordnungsdienst

Gütersloh (WB). Mehr als 2000 Trauergäste haben am Dienstag Abschied von Priester Sleman Djallo genommen, der im Alter von 68 Jahren gestorben ist. Insgesamt vier Bischöfe aus der syrisch-orthodoxen Kirche nahmen an der Trauerfeier in der St. Stephanus-Kirche an der Hohenzollernstraße teil.

Stephan Rechlin

Diakone der syrisch-orthodoxen Kirche lesen vor 2000 Trauergästen aus der Bibel und stimmen Psalme und Lobgesänge auf den verstorbenen Priester Sleman Djallo an. Foto: Carsten Borgmeier

Mit hinzugemieteten Parkflächen, Busparkplätzen und einem Ordnungsdienst gelang ein reibungsloser Ablauf der bisher größten Trauerfeier einer aramäischen Gemeinde in Gütersloh. Zu den Gästen zählten unter anderem Pfarrerin Erika Engelbrecht vom Gütersloher Christenrat und Bürgermeister Henning Schulz.

Gütersloh zählt mit gut 13.000 Aramäern zu den größten Diaspora-Orten der syrisch-orthodoxen Kirche. Djallo gehörte 1987 zu den Mitbegründern der St.-Stephanus-Gemeinde, die er bis zu seinem krankheitsbedingten Rückzug leitete. Die Gemeinde erwarb eine ehemalige Glaserei an der Hohenzollernstraße. 1988 wurde ein Gemeindesaal unter der Leitung des Pfarrers ausgebaut. 1990 wurde die Kirche in der umgebauten Halle eingeweiht. Die Steine für den Altar stammen aus der Türkei.

17 Jahre lang war Djallo außerdem als syrisch-orthodoxer Religionslehrer an den Gütersloher Schulen tätig. Die Gemeinde spricht ihm höchste Anerkennung und Dankbarkeit für seine Dienste an der Syrisch-Orthodoxen Kirche aus. Djallo hinterlässt seine Frau sowie zwei Söhne und zwei Töchter.

Beigesetzt wird Sleman Djallo in einem Familiengrab auf dem Johannesfriedhof, in dem sein Vater und ein früh verstorbener Sohn liegen. Auf mittlere Sicht soll er in der St.-Stephanus-Kirche seine letzte Ruhestätte finden.

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