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Gütersloh: Rauschender Karneval in Kattenstroth – Kattenbuer für den Tierschutz

Traumtänzer auf den Tischen

Gütersloh (WB). Der Kattenstrother Karnevals Club (KKC) ist und bleibt der stärkste Motor der fünften Jahreszeit in Gütersloh. In zwei Veranstaltungen am Samstag-Abend und Sonntag-Nachmittag haben sie wieder einmal ein Feuerwerk aus Witzen, Tänzen, Musik und guter Laune abgebrannt. Den Sozialpreis Kattenbuer verliehen sie an den Tierschutzverein Gütersloh.

Jens Dünhölter

Nach ihrem Aufritt muss die Kattenstrother Kinderformation »Die Schlümpfe« aber schnell nach Hause, denn so eine Karnevalsparty dauert beim KKC stets bis tief in die Nacht. Außerdem haben sie Tags darauf gleich noch einen Auftritt. Foto: Jens Dünhölter

Beim Schunkeln, Lachen, Tanzen, Dauer-Polonaisen oder den grandios auftrumpfenden »Landeiern auf Abschiedstournee«, beim singenden Entertainer »Ne Kölsche Jeck«/ »Ne Kölsche Jung« (beides Jürgen Schneider) oder den Einheizern des Fanfarenzuges Rietberg stürmte der Frohsinn unaufhaltsam in die Herzen und Gesichter der 400 Besucher am Samstag-Abend und Sonntag-Nachmittag. Mitten drin im bunten Geschehen: das neue Prinzenpaar, Prinz Thomas Fritzsche (54) und ihrer Lieblichkeit Anke Kellermann-Fritzsche (53), die KKC-Kassiererin. In seiner Antrittsrede unterstrich der seit Jahren bei der Männerballett-Truppe »Die Traumtänzer« aktive Prinzgemahl: »Liebe Narren, gebt acht. Das wird ‘ne lange Nacht«.

Inmitten von Feierlaune und lauter Unbeschwertheit werden mit der Vergabe des Sozialpreises »Kattenbuer« auch all diejenigen nicht vergessen, deren Leben nicht von Frohsinn, Heiterkeit und Rumtata geprägt ist. In diesem Jahr hatte sich das Präsidium um Vorsitzende Ina Seidel für die Vergabe den von Petra Kulik vertretenen Tierschutzverein Gütersloh ausgesucht. Die im November 1996 ins Leben gerufene Organisation strebe neben dem Tierschutz an, »über Aufklärung einen Umdenkprozess bei den Menschen zu erreichen«, sagte Sitzungspräsident Jürgen Degner in der Laudatio.

Tierschutz ist letztes Glied der Kette

Petra Kulik bedankte sich im Fuchskostüm: »Die Themen Tiere und Tierschutz sind oft das letzte Glied der Kette. Nur drei Prozent des Spendenaufkommens geht an den Tierschutz«. Natürlich könne man nicht alle Vierbeiner retten, »doch wir werden den Teufel tun, es nicht zu versuchen«.

Was wäre das tolle Bühnenprogramm ohne die KKC-eigenen Tanzgruppen? Von der Prinzengarde über die zuckersüße, bezaubernde Kinderformation »Die Schlümpfe« (3 bis 10 Jahre), die beinschwingende Tanzgarde »Maschi Mäuschen« bis zu der in großem Format zelebrierende Damen-Runde »Die Lümmels« kam niemand ohne Zugabe von der Bühne.

Traumtänzer auf den Tischen

Nachdem die 16 Damen um die mittanzende Präsident Ina Seidel das Auditorium mit einer »Bauarbeiter«-Nummer fast zum Kochen gebracht hatte, war es an der Zeit für den alljährlichen Höhepunkt der Sitzung in Form des Auftritts der Männerballett-Gruppe »Die Traumtänzer«. Die 13 Herren gingen unter Leitung von Sabine Mühlberg mit ihrer kombinierten »Sharkattack/Cordula Grün«-Aufführung bei der Zugabe im Saal buchstäblich über Tische und Bänke. Zum weiteren Verlauf schweigt der Chronist aus Höflichkeit.

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