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Gütersloh

Vier fulminante Musiker treten im Kesselhaus auf

Gütersloh (ed)

Die zweite Staffel des Kiez-Jazz ist am Donnerstagabend gestartet. Mit dabei: vier fulminante Musiker.

Die zweite Staffel des Kiez-Jazz eröffnete (v. l.) Gitarrist und Ansgar Specht mit Drummer Markus Strothmann, dem Kontrabassisten Ingo Senst und dem Pianisten Sebastian Altekamp.

Gütersloh (ed) - Zum Auftakt der zweiten Staffel Kiez-Jazz hat Kurator und Gitarrist Ansgar Specht gleich drei Top-Musiker aus der aktuellen Jazzszene ins Kesselhaus der Weberei gelockt. „Ich kann kaum glauben, dass diese tollen Musiker heute Abend mit mir auf der Bühne stehen“, sagte Specht erfreut.

Musiker aus ganz Deutschland zusammengetrommelt

Nach nach dem Opener „These are soulful days“ des Komponisten und Bürgerrechtlers Cal Massey stellte er die Band vor. „Am Piano Sebastian Altekamp aus Billerbeck im Münsterland, aus Dortmund ist der Kontrabassist Ingo Senst angereist, und aus Hamburg mein alter Kumpel am Schlagzeug – Markus Strothmann“, verkündete der Leader des Quartetts. 

Das Konzertgeschehen nahm umgehend Fahrt auf, als die vier fulminanten Tonkünstler den tradierten Jazzstandard „Beatrice“ anstimmten und in virtuoser Handarbeit eine lyrisch klingende Lounge-Atmosphäre schufen. Markus Strothmann, studierter Drummer mit Wurzeln in Gütersloh, erwies sich als Magier mit Trommelstöcken, Filzschlägeln und Jazzbesen, die er auf seinem Schlagzeug-Set kombinationsreich sowie perkussiv einsetzte.

Emotionale Töne gehören zum Thema Liebeskummer

Sein verzauberndes Feingefühl taktete das Gefüge mit absoluter Präzision und fand im konzentrierten Spiel Variationen, die jedes Trommelfell erfreuten. Ihm zur Seite stand Kontrabassist Ingo Senst, der seit 2016 Mitglied der Band von Götz Alsmann ist. 

Dessen flink zupfendes Fingerspitzengefühl brachte der Rhythmussektion im Kiez das nötige Beben, sein basaler Klang durchdrang den Raum. Bei der Jazz-Ballade „You don’t know what love is“ überstrich Keyboarder Sebastian Altekamp kunstfertig die 88 Tasten und hauchte dem Thema Liebeskummer emotionale Töne ein.

Wohlintonierte Melodien am laufenden Band

Altekamp, der als Dozent für Jazzpiano am ArtEZ Conservatorium in Enschede und an der Hochschule für Musik Detmold tätig ist, drückte bei seinen hingebungsvollen Soli den Schubhebel nach vorn und überraschte die Fans mit experimentellen Sounds. 

Plötzlich erklingende Steeldrums transportierten den Kiez-Jazz nach Trinidad. E-Gitarrist Ansgar Specht, der auch als Conférencier durch das exzellente Programm führte, präsentierte auf seinem Gibson-Griffbrett am laufenden Meter wohlintonierte Melodien.

Besucher beweisen ihr Können im Musikquiz

Er zupfte die sechs Saiten in Höchstgeschwindigkeit und unterhielt das faszinierte Publikum zu Beginn des zweiten Sets mit einem Musikquiz. Zu erraten war ein populärer Song der amerikanischen Soul- und Funk-Formation Earth, Wind & Fire. 

Danach flammte der Bossa Nova „Estate“ das Fernweh an die Copacabana an. Der Kiez-Abend endete mit dem pittoresken „Leaving“ von Richie Beirach.

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