1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Guetersloh
  6. >
  7. Vogt & Wolf darf investieren

  8. >

Gütersloh: Ausschuss billigt Ausnahme von Veränderungssperre

Vogt & Wolf darf investieren

Gütersloh (WB). Die Veränderungssperre an der Mangelsdorf- und Dr.-Brinkmann-Straße bleibt auf die Wohnsiedlung beschränkt. Das Areal der inzwischen zum Tönnies-Konzern zählenden Vogt & Wolf GmbH wird davon verschont.

Stephan Rechlin

Die inzwischen zum Tönnies-Konzern zählende Vogt & Wolf GmbH bleibt von der Veränderungssperre an der Mangelsdorf- und Dr.-Brinkmann-Straße verschont. Foto: Carsten Borgmeier

Dieses Zugeständnis fiel der Mehrheit im Planungsausschuss nicht leicht. Vor nicht einmal einem Monat hatte der Ausschuss noch festgelegt, das gesamte Areal der Sperre zu unterwerfen, also auch das Firmengelände. Statt diesen Beschluss dem Rat vorzulegen, arbeitete die Stadt eine neue Sperrvariante aus. Sie kam dem Wunsch der CDU nach, mögliche Investitionen bei Vogt & Wolf nicht durch eine baurechtliche Sperre zu behindern. Detlev Kahmen (CDU) wiederholte das Argument in der jüngsten Sitzung: »Die Branche leidet. Es wäre doch ein Wahnsinn hoch drei, wenn wir Investitionen und Arbeitsplätze durch solch einen Beschluss gefährden würden.«

Mehrheit folgt den Einwänden der CDU

SPD, Grüne und BfGT waren schließlich doch bereit, diesem Einwand zu folgen. Zumal Stadtbaurätin Nina Herrling im nichtöffentlichen Teil die Sorge von Almuth Wessel (Linke) nahm, auf dem Firmengelände könnte ein neuer, »zehn Meter hoher« Turm entstehen. Abriss-, Um- und Neubaupläne bleiben demzufolge auf dem Firmenareal und werden bisherige Gebäudehöhen nicht überschreiten.

Birgit Niemann-Hollatz (Grüne) sagte, Ziel des künftigen Bebauungsplans und damit auch der Veränderungssperre sei ein verträgliches Miteinander von Gewerbe und Wohnen: »Wir wollen den Betrieb nicht gefährden, wir wollen ein verträgliches Miteinander.«

Gegen Neubau muss geklagt werden

Niemand wolle die Entwicklung bei Vogt & Wolf behindern, stellte auch Norbert Morkes (BfGT) fest. Der Politik sei jedoch gesagt worden, dass eine räumliche Erweiterung nicht vorgesehen sei. Thomas Krümpelmann (SPD) resümierte: »Wir schaffen eine Veränderungssperre da, wo es notwendig ist. Es hätten schließlich alle die freien Bauplätze gesehen. Die Wünsche der Firma könnten mit dem aufzustellenden Bebauungsplan geregelt werden.

Ausgenommen von der Sperre bleibt auch der geplante Neubau an der Ecke Mangelsdorf- und Dr.-Brinkmann-Straße. Nach der Genehmigung einer Bauvoranfrage kann dieser Wohnblock nur noch durch die Klage einer Nachbarin verhindert werden. Die ist offenbar dazu bereit.

Startseite