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Gabriele Rasche ist neue Schulleiterin der Paul-Gerhardt-Schule

Von London nach Gütersloh

Gütersloh (WB). »Ahoi, liebe Gabi.« So begrüßte Konrektorin Ranghild Raumann die neue Schulleitung der Paul-Gerhardt-Schule, Gabriele Rasche. Nach einem Jahr ohne Schulleiter freut sich die Schulgemeinschaft nun auf die Zusammenarbeit mit der 54-Jährigen.

Hannah Bollmann

Schulleiterin Gabriele Rasche mit ihrem neuen »Zauberstab«, einem Geschenk der Klassensprecher der Paul-Gerhardt-Schule: »Wir haben einen Brief an Harry Potter nach England geschrieben, und der hat uns den Stab geschickt«, erklärten die Kinder. Foto: Hannah Bollmann

Nachdem die ehemalige Schulleiterin Claudia Fischer die Schule im vergangenen Jahr verlassen hatte, war Ranghild Raumann als kommissarische Schulleitung eingesprungen. Dauerhaft habe sie die Arbeit aber nicht machen wollen: »Ich bin sehr froh, dass Gabriele­ Rasche jetzt bei uns ist und freue mich auf die Zusammenarbeit«, sagte sie und überreichte der neuen Schulleiterin einen symbolischen Anker. »Für stürmische und für ruhige Zeiten.«

Mit dem Auf und Ab des Schulalltags kennt sich Rasche bestens aus: Sie war bereits Schulleiterin an der Grundschule Blankenhagen, die vergangenen drei Jahre führte sie die deutsche Grundschule in London in England. »Frau Rasche bringt also jede Menge Erfahrung mit an die Paul-Gerhardt-Schule«, freute sich Schulrat Arndt Geist. Er war einer von vielen, die Gabriele Rasche zu ihrem Amtsantritt gute Wünsche aussprechen wollten. Auch Kim Kohlmeier als Vertreterin der Elternschaft und Marion Rethage, Vorsitzende des Fördervereins, begrüßten die neue Schulleitung. Joachim Martensmeier als Vertreter der Stadt brachte auf den Punkt, was alle dachten: »Gabriele Rasche als Leitung der Paul-Gerhardt-Schule? Jau, das isses!«

Die Kinder ließen es sich natürlich auch nicht nehmen, ihre neue Chefin zu begrüßen. So führte die Klasse 4b einen farbenfrohen Tanz auf, die Klasse 4a und die zweiten Klassen sangen jeweils ein Lied. Bei einem der Lieder saß Rasche selbst am Klavier. »Es geht schon jetzt nicht mehr ohne sie«, scherzte Kollegin Raumann.

Die Klassensprecher aller Klassen hatten zusammen einen Zauberstab gebastelt und mit guten Wünschen zum Start in den Schulalltag auf bunten Steckern eine Topfpflanze verschönert. Auch vom Kollegium gab es eine Pflanze, allerdings im Großformat. Die sei fürs Büro, erklärten die Kolleginnen Kerstin Richter und Anita Knittler. Das solle zwar gemütlich werde, aber doch kein Wohnzimmer.

Rasche bedankte sich herzlich für den Empfang. Ihre schulischen Ziele beschrieb sie mit einem Zitat Johann Wolfgang von Goethes: »Zwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern (und Lehrern) bekommen: Wurzeln und Flügel.«

Zum Ende der offiziellen Feierstunde trugen die Mitglieder des Kollegiums eine dreistimmige Version von Paul Gerhardts »Geh aus mein Herz« vor. Wieder begleitete Rasche die Sänger am Klavier. Raumann: »Von jetzt an gibst du den Ton an, Gabriele.«

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