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Gütersloh

Warnhinweise am Spexarder Lupinenweg

Gütersloh (din)

Der Hinweis ist nicht mehr zu übersehen. „Sturzgefahr“ steht jetzt in Großbuchstaben auf dem Lupinenweg in Spexard. Der Hinweis bezieht sich auf die Gleise der Teutoburger Waldeisenbahn, die dort im spitzen Winkel die Straße queren.

Außerdem wurden Warnschilder mit einem Ausrufungszeichen aufgetragen. An der Stelle waren in der Vergangenheit wiederholt Radfahrer gestürzt und hatten sich teils lebensgefährliche Verletzungen zugezogen. 

Nach Angaben von Stadtsprecherin Susanne Zimmermann wurden die Maßnahmen in der vergangenen Woche umgesetzt. Zuständig sind die Stadt Gütersloh und die TWE. Am 19. Mai hatte sich die Unfallkommission des Kreises an Ort und Stelle ein Bild gemacht. Damals waren zwei Sofortmaßnahmen vereinbart worden. Das vorhandene Warnschild „Radfahrer absteigen, Sturzgefahr durch Schienen“ sollte durch eine größere weiße Trägertafel hervorgehoben werden. 

Außerdem sollte auf der Fahrbahn ein Piktogramm aufgetragen werden das Verkehrszeichen 101, ein Dreieck mit einem Ausrufezeichen. Es sollte – wie jetzt geschehen – um den Schriftzug „Sturzgefahr“ ergänzt werden. Darüber hinaus sei man sich einig gewesen, dass auch baulich etwas geschehen müsse, hatte Kreissprecher Jan Focken dieser Zeitung gesagt. Eine konkrete Lösung gab es dafür aber noch nicht. 

Die Gleise verlaufen im spitzen Winkel zur Straße. Radfahrer laufen Gefahr, mit den Reifen in die Rillen zu geraten und zu stürzen. Am Ortstermin der Unfallkommission hatten Vertreter der Stadt Gütersloh, der Teutoburger Waldeisenbahn, der Bezirksregierung, des Kreises und der Polizei teilgenommen. An der Unfallhäufungsstelle stehen zwar schon Schilder, die Radfahrer zum Absteigen auffordern, sie werden aber von kaum jemandem befolgt. 

Mindestens sechs Radfahrer sind seit 2018 an den Schienen der TWE gestürzt. Zuletzt eine 72-jährige E-Bike-Fahrerin aus Gütersloh. Vor einem Jahr war ein Mann aus Varensell so schwer gestürzt, dass er zwischenzeitlich in Lebensgefahr schwebte, im Krankenhaus wiederbelebt werden und ihm eine Niere entfernt werden musste. „Weitere Unfälle hat es nicht gegeben“, teilt Susanne Zimmermann auf Nachfrage zu den vergangenen Wochen mit.

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