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Gütersloh: Jochen Wierum regiert fortan das Niehorster Schützenvolk

Wasserwerker, Waidmann – und König

Gütersloh (WB). Jochen Wierum ist neuer Schützenkönig des Schützenvereins Niehorst 1924. Der 59-jährige Wassermeister des Wasserbeschaffungsverbandes Isselhorst konnte den Wettstreit mit den Schützenbrüdern Lars Schröder, Christian Bettermann und Jörg Krullmann am Ende für sich entscheiden.

Gabriele Grund

Nach der Proklamation stellen sich das Königspaar des Schützenvereines Niehorst und ihr Adjutant zum Erinnerungsfoto auf, von links: Lars Schröder, Gertud Wierum und Jochen Wierum. Foto: Gabriele Grund

18.45 Uhr fielen mit dem 282. Kleinkaliberschuss die Reste des Holzvogels zu Boden, Jochen Wierum ist seitdem neuer Schützenkönig. Als Königin wird er von seiner Frau Gertrud Wierum (58 Jahre und Sicherheitsverantwortliche in einem Unternehmen) durch das einjährige Regierungsjahr begleitet. Insignienschützen wurden Marvin Bellmann (Zepter), Jörg Krullmann (Apfel), Christian Meinders (Krone), Marko Linnemann (linker Flügel) und Patrick Joecks (rechter Flügel). Der Stadtehrenpreis ging mit dem 165. Schuss an Marko Linnemann.

Für Vorjahreskönigin Marina Bettermann und ihrem Königsgemahl Stefan Bettermann bedeutete es das Ende ihrer einjährigen Amtszeit als Schützenkönigspaar. Es sei ein tolles Thronjahr gewesen, bedankte sich die Königin in ihrer Abschiedsrede.

Das neue Throngefolge

Das neue Throngefolge besteht aus Adjutant Lars Schröder sowie die Thronpaare Norbert und Bärbel Gläser, Perdita und Andreas Brockhaus, Rika Pohlmann und Marco Linnemann, Madeleine Meier to Krax und Christian Bettermann und Birgit und Michael Zimmermann. Neue Regenten gibt es auch von der Jugend zu vermelden. Joline Mühlberg sicherte sich die Königswürde am Pfingstsonntag mit dem 101. Schuss.

Die 15-jährige Regentin besucht das Städtische Gymnasium Gütersloh. Als Begleiter steht ihr Marvin Krullmann (16 Jahre und Schüler der Anne Frank Schule in Gütersloh) zur Seite. Viel Ehre wurde auch dem bis zuletzt ahnungslosen Geschäftsführer Sebastian Heitmann zuteil. Wolfgang Wannhof, Kreisvorsitzender des Schützenkreises Gütersloh, verlieh ihm die goldene Ehrennadel des Westfälischen Schützenbundes (WSB).

Der Geehrte war von 2005 bis 2016 als Jugendleiter aktiv. Seit 2016 fungiert er als Geschäftsführer beim Niehorster Schützenverein. Die Proklamation hatte er ebenfalls durchgeführt, weil der Vorsitzende Sven Fiedler durch seine Thronmitgliedschaft bei Königin Marina und Stefan Bettermann verhindert war.

Überraschende Spende

Sebastian Heitmann bedankte sich bei allen Schützen, die mit vielfältigen Einsätzen und Leistungen für ein schönes Schützenfest gesorgt hätten. »Wir als kleiner familiärer Schützenverein im Herzen von Gütersloh können stolz darauf sein, jedes Jahr ein derart schönes Schützenfest auf die Beine zu stellen.« Einen großen Dank richtete er an Pfarrer Alexander Kellner von der evangelischen Kirchengemeinde, der die in der Karlsruher Fahnenfabrik restaurierte Vereinsfahne segnete: »Die erste Fahne des Niehorster Schützenvereines wurde 1929 geweiht.«

Allen Grund zur Freude hatten die Schützen an einer überraschenden Spendenübergabe. Wolfgang Redecker von der Theatergemeinschaft »Die Büttkens«, Marianne Brinkmann von den Isselhorster Landfrauen und Alexander Knufinke vom landwirtschaftlichen Ortverein überreichten dem Vorsitzenden Sven Fiedler einen Scheck in Höhe von 1111 Euro. Die Spende ist für die Sanierung des Schießstandes vorgesehen.

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