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Gütersloh

Weihnachtsgottesdienste ohne Besucher

Gütersloh (dl) - Nach den evangelischen Kirchengemeinden Gütersloh, Isselhorst und Friedrichsdorf sagt nun auch der Pastorale Raum Gütersloh sämtliche Präsenzgottesdienste zur Weihnachtszeit ab. Bis Freitagabend hatten es sich die Katholiken offen gehalten, Messen mit Besuchern zu feiern.

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„Ich weiß, dass nicht wenige mit Sorge die Entwicklung der Corona-Fallzahlen im Kreis Gütersloh verfolgen“, heißt es in einem Schreiben von Pfarrer Elmar Quante, das auch auf der Internetseite des Pastoralen Raums veröffentlicht worden ist.

Christmobil kommt nicht zum Einsatz

Die mehr als 300 aktiven Fälle in Gütersloh am Freitag hätten den Geistlichen dazu bewogen, den Vorständen der Pfarrgemeinderäte und dem Pastoralteam vorzuschlagen, im Weihnachtsfestkreis auf Präsenzgottesdienste an den Feiertagen und Sonntagen zu verzichten. Auch das Christmobil wird nicht zum Einsatz kommen.

„Sie werden sich vorstellen können, das alle hin- und hergerissen waren“, schreibt Quante weiter. „Nach Ostern nun auch auf die Weihnachtsgottesdienste zu verzichten, das ist für manche unvorstellbar. Aber wir müssen mit einem gesunden Menschenverstand auf die nüchternen Zahlen schauen. Ich wünsche es keinem Mediziner in den Krankenhäusern der Stadt, vor die Frage der Triage gestellt zu werden.“

„Präsenzgottesdienste sind nicht verantwortbar“

Die Gottesdienste an Heiligabend, den beiden Weihnachtstagen, Silvester und Neujahr sowie die Sonntagsgottesdienste am 27. Dezember, 3. und 10. Januar fallen aus. „Mit Blick auf die Besucher, die vielen Ehrenamtlichen, die Heiligabend die Freiluftgottesdienste möglich gemacht hätten, die Musiker und die Ordnerdienste in den Kirchen kann ich es nicht verantworten, an den Präsenzgottesdiensten festzuhalten“, so Quante weiter, der die Gemeindemitglieder bittet: „Ich wünsche mir, dass Sie diese Entscheidung mittragen können. Die Gesundheit aller sollte unser wichtigstes Bestreben sein.“

Gottesdienste werden im Internet übertragen

Besuche der Kirchen sind aber möglich: „An den Weihnachtstagen und an allen Tagen der Weihnachtsoktav sind Sie herzlich eingeladen, unsere weihnachtlich geschmückten Kirchen zu besuchen und an der Krippe das Geheimnis von Weihnachten – die Menschwerdung Gottes – zu betrachten.“ An den angekündigten Gottesdiensten, die auf der Internetseite übertragen werden, halten die Verantwortlichen fest. Sie werden – wie schon während des ersten Lockdowns – nicht öffentlich sein.

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