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Gütersloh

Weitere Bürgerversammlung zum Jahnplatz

Gütersloh (din)

Bevor der städtische Umweltausschuss noch einmal ein Votum zur künftigen Nutzung des Jahnplatzes abgibt, soll es eine neuerliche Bürgerversammlung geben. Zumindest darin hat am Montag im Ausschuss Einigkeit bestanden.

Setzen sich dafür ein, dass Mohns Park erweitert wird: die Bürgerinitiative Quartier Mohns Park am Montag vor der Ausschusssitzung vor dem Rathaus. Vorn die Sprecherinnen Corinna Flöttmann (links) und Birgit Meier-Anwey. Foto:

Bisher gilt als Leitlinie, dass etwa 50 Prozent der Fläche Mohns Park für eine Erweiterung zugeschlagen werden sollen und 50 Prozent für eine Bebauung freigegeben werden. Die Möglichkeit einer zumindest teilweisen Bebauung ist das Ziel des Gütersloher Turnvereins (GTV), der sich davon einen höheren Verkaufserlös verspricht. Anlieger wollen hingegen im Verbund mit den Grünen und den BfGT die komplette Fläche für eine Parkerweiterung. Am 29. Juni vorigen Jahres hatte der Fachbereich Stadtplanung eine Online-Bürgerversammlung durchgeführt. 

Dr. Martin Goecke (SPD) sagte, das sei nicht die Versammlung gewesen, die der Umweltausschuss beschlossen habe. Der GTV solle mit den Anliegern ins Gespräch kommen. Die Versammlung solle nicht online, sondern zum Beispiel auf der Freilichtbühne in Mohns Park stattfinden. Der GTV solle die Möglichkeit haben, vorzustellen, was dort geplant sei. Die Bürger sollten die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen, forderte Goecke. 

Die Grünen hatten erneut beantragt, den Jahnplatz dem Park zuzuschlagen. „Aus grüner Sicht besteht kein Zeitdruck für die Stadt“, sagte Dr. Martin Noack. Es gebe die einmalige Chance einer Parkerweiterung. Wenn die Politik nichts beschließe, passiere dort auch nichts. 

„Wir befinden uns in einem Spannungsfeld unterschiedlicher Interessenlagen“, sagte Ina Laukötter (CDU). Man müsse zu einem Kompromiss kommen. Eine Vertagung sei okay, das könne Transparenz schaffen. 

Klaus Sperling (BfGT) erklärte: „Wir werden auf Linie bleiben.“ Das bedeute 100 Prozent für die Parkerweiterung. Grün- und freiraumplanerische Gründe sprächen dafür. „Wir haben keinen Zeitdruck. Es läuft nichts weg.“ 

Die Erste Beigeordnete Christine Lang sagte, sie sei bis vor kurzem davon ausgegangen, mit der Bürgerversammlung Ende Juni sei der Auftrag abgearbeitet. Sie fragte, was eine weitere Versammlung an neuen Erkenntnissen bringen würde. Die Stadtplanung sei mit dem Verein im Gespräch und versuche, auf der Basis einer 50/50-Regelung weiterzukommen. 

Sie habe am Montag noch mit der Vereinsvorsitzenden Sabine Röhrs gesprochen. „Es gibt die klare Aussage des Vereins, wenn das zu 100 Prozent Grünfläche bleibt, dann verkaufen wir nicht. Dann lassen wir es liegen.“ Dirk Buddeberg, Leiter des Fachbereichs Grünflächen, zu Planungen des GTV: „Da gibt es im Moment noch nichts.“

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