1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Guetersloh
  6. >
  7. Wir sind jetzt 100.194!

  8. >

In Gütersloh lebten Ende 2018 so viele Menschen wie noch nie – Kreis wächst auch

Wir sind jetzt 100.194!

Gütersloh (WB). 100.194 Einwohner! Damit hat Gütersloh erstmals offiziell die Grenze zur Großstadt überschritten. Damit wohnt fast jeder vierte Mensch im Kreis Gütersloh in der Dalkestadt.

Dunja Delker

Mit 100.194 Einwohnern hat Gütersloh erstmals offiziell die Grenze zur Großstadt überschritten. Foto: Büscher/Atelier

»Kleine Großstadt« darf sich Gütersloh angesichts dieser ­neuesten Statistik des Landesbetriebs Information und Technik NRW (IT.NRW) vom 31. Dezember 2018 nennen. Dazu gehören in NRW beispielsweise Paderborn (150.580 Einwohner) oder Recklinghausen (112.267). Wer mehr als 300.000 Einwohner hat, ist große Großstadt – so wie Bielefeld (333.786) oder Bonn (327.258).

Mitte vergangenen Jahres haben noch 99.783 Männer und Frauen in Gütersloh gelebt, im Kreis waren es 364.051. Dabei ist die Einwohnerzahl kreisweit in der zweiten Jahreshälfte längst nicht so stark gestiegen (0,3 Prozent) wie in der Dalkestadt (0,9). Mehr als die Hälfte der Einwohner der Stadt – 50.387 – sind weiblich.

Bürgermeister muss auf Gehaltserhöhung warten

Für die Stadt ist die jetzt veröffentlichte Zahl von 100.194 Einwohnern keine Überraschung. Nach Angaben von Sprecherin Susanne Zimmermann ändert sich praktisch erst mal nichts. Gütersloh bleibe »eine große kreisangehörige Stadt«. Auch auf die Kommunalwahlen 2020 und die Frage der Ratsgröße habe die Zahl vom 31. Dezember 2018 keinen Einfluss. Hier gelte als Bezugsgröße die für den 30. Juni 2018 veröffentlichte Zahl, und die lag knapp unter 100.000 Einwohnern.

In Bezug auf die Besoldung des Bürgermeisters sei die 100.000-Einwohner-Grenze ebenfalls nicht überschritten. Hier gelte jeweils die veröffentlichte Statistik mit Bezug auf den 30. Juni eines Jahres (Stand 30. Juni 2018: 99.783 Einwohner). Das Monatsgehalt steigt also erst im Folgejahr – und zwar laut Steuerzahlerbund um knapp 500 Euro auf 10.226,52 Euro.

»Der Wohnungsbedarf ist riesig«

»Im übrigen bleibt hier der Bürgermeister immer Bürgermeister und wird nicht Oberbürgermeister, da die Bezeichnung in NRW nicht von der Einwohnerzahl sondern laut Gemeindeordnung vom Status als kreisfreie oder kreisangehörige Stadt abhängt«, erklärt Susanne Zimmermann.

Albrecht Pförtner, Geschäftsführer Pro Wirtschaft GT, geht davon aus, dass Stadt und Kreis Gütersloh im Vergleich zu Regionen wie Höxter weiter wachsen werden. »Wenn wir das Wohnungsthema in den Griff kriegen«, sagt er. Da gebe es nicht nur einen Riesenbedarf in Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück, mit 48.505 Einwohnern zweitgrößte Stadt im Kreis.

Auch in Harsewinkel, Versmold oder Langenberg seien der Grunderwerb und die mangelnde Akzeptanz für mehr als dreigeschossige Gebäude ein Problem. »Aber diesen Weg müssen wir gehen, sonst bleiben wir Provinz«, beschreibt er die Zwickmühle und empfiehlt den Blick nach Bielefeld.

Startseite
ANZEIGE