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Gütersloh

Zahl der Infektionen im Klinikum steigt

Gütersloh (gl) - Am vergangenen Wochenende sind auf zwei Stationen des Klinikums Gütersloh 12 Patienten und 5 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei weiteren Tests sind bis Mittwoch 6 weitere Patienten und 9 weitere Mitarbeitende als Covid-19-positiv identifiziert worden.

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Das Klinikum berichtet über weitere Corona-Infektionen unter Patienten und Beschäftigten.

„Die infizierten Patienten waren nicht aufgrund einer Covid-19-Infektion im Krankenhaus“, heißt es in einer Mitteilung des Klinikums. Seit Mittwoch würden großflächige Massentestungen auch in Bereichen durchgeführt, die nicht vom Ausbruch betroffen waren.

„Wir wollen in dieser Situation so schnell wie möglich eine maximale Transparenz über die Infektionslage im gesamten Haus erzielen. Dabei sind wir uns darüber im Klaren, dass die Zahl der Infizierten weiter steigen wird, weil wir ja auch um ein Vielfaches mehr testen. Nur so können wir effektiv weitere Schutzmaßnahmen ergreifen und das Infektionsgeschehen eindämmen“, erklärt Geschäftsführerin Maud Beste.

Aus diesem Grund habe das Klinikum Gütersloh auch umgehend eine externe Krankenhaushygienikerin ins Haus geholt, um das Infektionsgeschehen zu beurteilen und mögliche Ursachen zu finden: „Seit Montag befindet sich unser Krisenstab im täglichen Austausch mit Dr. Patricia Wehmeier, Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie von Labor Krone, als zusätzliche externe Expertise, die eine lösungsorientierte und offene Herangehensweise bestätigt.“

Als direkte Reaktion habe das Klinikum außerdem noch einmal die Schutzmaßnahmen erhöht. So müssten jetzt alle Mitarbeitenden nicht nur Mund-Nasen-Schutz, sondern FFP2-Masken tragen, wenn sie Kontakt mit Patienten haben. Das war bislang nur angeordnet, wenn die Patienten selbst keinen Mund-Nasen-Schutz trugen. Darüber hinaus sollen alle Beschäftigten mit Patientenkontakt bis auf Weiteres einem wöchentlichen Schnelltest unterzogen und auch die Patienten während ihres Aufenthalts noch engmaschiger abgestrichen werden.

Um eine Ausweitung des Infektionsgeschehens einzudämmen werden Eingriffe und Sprechstunden zunächst bis Jahresende auf das absolut Notwendige heruntergefahren. „Alle diese Maßnahmen und die Personalausfälle führen dazu, dass die Versorgungsleistung des Klinikum Gütersloh in den nächsten Tagen deutlich eingeschränkt sein wird“, heißt es in der Mitteilung.

„Die Situation – wie wir sie jetzt haben – kommt ja nicht aus dem Nichts. Und wir sind in NRW bei Weitem nicht das einzige Krankenhaus, in dem von jetzt auf gleich die Anzahl infizierter Patienten und Mitarbeitenden sprunghaft steigt“, so Beste. „Das liegt an der steigenden Inzidenz überall im Land.“ Bei allen Vorsichtsmaßnahmen sei es immer eine Frage des Abwägens, wieviel Einschränkungen Patienten und Angehörigen zuzumuten seien.

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