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Mansergh-Barracks: In knapp vier Wochen wird die Entwurfswerkstatt eröffnet

Zivile Zukunft der Kaserne mitgestalten

Gütersloh (WB). Noch nie zuvor ist in Gütersloh ein neues Stadtquartier in dieser Größe neu entworfen worden: Nicht nur Profis, auch Bürger sind jetzt eingeladen, Ideen zur Zukunft der früheren Mansergh-Kaserne vorzustellen.

Carsten Borgmeier

Im früheren Offizierscasino an der Verler Straße werden Stadtplaner und Bürger zur Entwurfswerkstatt zusammentreffen. Foto:

Wo an der Verler Straße bis vor wenigen Tagen seit 1935 Militärs das Sagen hatten, soll nun ein neues Viertel mit hoher Lebensqualität entstehen. Es handelt sich dabei um ein etwa 350.000 Quadratmeter großes Areal, auf dem rund 50 Gebäude und viele stattliche, alte Bäume stehen.

Vor wenigen Wochen seien die Mansergh-Barracks von den britischen Streitkräften an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) zurückgegeben worden, so Bürgermeister Henning Schulz (46, CDU). »Für Gütersloh ist das eine einmalige Chance, dieses ehemalige Kasernengelände zu einem innovativen Stadtquartier zu entwickeln, in dem sich Wohnen und Arbeiten, Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft miteinander vernetzen und auch in Bezug auf den Natur- und Landschaftsraum der angrenzenden Dalke neue, zukunftsweisende Beziehungen zueinander entwickeln können.«

Impulse und Ideen erwarten Schulz und Stadtbaurätin Nina Herrling aus der am Sonntag, 24. November, startenden städtebaulichen Entwurfswerkstatt – zum einen von vier Planerteams, die im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens ausgewählt worden waren, zum anderen durch die Einwohner. Die könnten sich im Rahmen der Planungswoche Ende November auf verschiedene Weise einbringen, das Gelände kennenlernen, den Planern über die Schulter schauen und mit ihnen Entwürfe diskutieren. »Damit gehen wir auch planerisch ganz neue Wege, und auch das ist Teil des Gesamtkonzepts«, sagt Stadtbaurätin Nina Herrling.

Aktuell befindet sich das Gelände noch im Eigentum der Bima. Die Stadt Gütersloh habe eine Erstzugriffsoption, das Areal zu kaufen. Im Finanzplan der Stadt, genauer im Fachbereich 23 Immobilienmanagement, sind dafür von 2019 bis einschließlich 2023 offensichtlich rund 57 Millionen Euro vorgesehen. Verhandlungen zum Ankauf des Kasernengeländes sollen 2020 stattfinden, auch ein Wertgutachten müsse noch erstellt werden, was nach Auskunft Herrlings mehrere Monate dauert. Es soll zudem Zuschüsse von Bund und Land geben.

Am Donnerstag, 28. November, präsentieren die Planerteams ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit, bevor am Freitag, 29. November, ein Preisgericht den Sieger-Entwurf ermittelt, der danach weiter ausgearbeitet werden soll. Alle Veranstaltungen finden im ehemaligen Offizierskasino statt. Die städtebauliche Entwurfswerkstatt wird von Architekt Jörg Faltin (53) vom Büro Faltin & Sattler aus Düsseldorf organisiert.

Bürgermeister Henning Schulz schätzt, dass das neue Stadtquartier 2030 fertig ist.

Das Programm der Entwurfswerkstatt

Interessierte Bürger können sich an der Entwurfswerkstatt beteiligen, Teilnehmer müssen sich aber per Mail oder telefonisch (Tel. 05241/823125) anmelden. Der Grund: Pro Werkstatt-Tag sind zwischen 60 und 100 Personen zulässig, was mit Brandschutz-Vorgaben in dem alten Offizierscasino begründet wird. Los geht es am Sonntag, 24. November, mit einer Ortserkundung. Um 15 Uhr wird es zunächst einen Überblick zur Entwurfswerkstatt geben, dann werden die Teilnehmer in Gruppen über das Areal geführt.

Am Montag, 25. November, stellen die vier Profi-Planerteams um 18 Uhr erste Entwürfe vor. Tags darauf ist es möglich, den Planern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen, Fragen zu stellen. Weitere Infos unter www.manserghquartier.guetersloh.de

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