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Nach Auffahrunfall muss Verursacher (68) aus umgekippten Auto befreit werden

Alkoholisiert Vater und Kind (3) gerammt

Halle (WB/SKü). Bei einem spektakulären Auffahrunfall, bei dem ein Beteiligter offenbar unter Alkoholeinfluss stand, sind am Samstagnachmittag in Halle zwei Menschen verletzt worden, darunter ein dreijähriges Mädchen.

Bei dem Auffahrunfall kippt ein Golf-Variant auf die Seite und beschädigt auch einen Kabelverzeigerkasten. Der alkoholisierte Fahrer wird über die Heckklappe befreit. Foto: Küppers

Gegen 14.20 Uhr befuhren beide Unfallbeteiligte die Wertherstraße in Halle stadtauswärts in Richtung Westumgehung. In Höhe der Einfahrt Waldenburger Straße bremste ein 29-jähriger Volvo-Fahrer sein Fahrzeug ab, um nach rechts vor seine Garageneinfahrt zu steuern. Im Fahrzeugfonds des 29-jährigen Litauers, der fest in Halle wohnt, saß sein dreijähriges Kind, zum Glück ordnungsgemäß in einem Kindersitz gesichert.

Hinter dem Volvo fuhr ein 68-jähriger Haller in einem Golf-Variant. Nach Polizeiangaben nahezu ungebremst fuhr der Golf-Fahrer auf den abbiegenden Volvo auf. Beim Aufprall kippte der Golf auf die Seite und rutschte zudem gegen einen Stromverteilerkasten sowie einen Kabelverzweiger der Telekom, der im Umkreis der Werther Straße schnelles Internet ermöglichen soll. Beide Einrichtungen wurden durch den Aufprall stark beschädigt.

Dreijähriges Mädchen klagt über Kopfschmerzen

Der 68-jährige Golffahrer konnte sich nicht mehr selbstständig aus seinem umgekippten Fahrzeug befreien. Der Feuerwehr-Löschzug Halle, der mit etwa 25 Kräften unter Leitung von Ralf Heermann angerückt war, entschied sich, die Personenrettung über die Heckklappe des Golf  vorzunehmen. Über eine Schaufeltrage, ein sogenanntes Spineboard, konnte der Mann aus dem Auto befreit werden. Die Polizei nahm bei dem 68-jährigen Alkoholgeruch wahr, ein erster Alko-Atemtest fiel positiv aus. Mit unklaren Verletzungen, die nach Auskunft an der Unfallstelle nicht allzu schwer gewesen sein sollen,  wurde der Haller ins Bielefelder Gilead-Krankenhaus eingeliefert.

Der Volvo wurde durch den Aufprall durch eine kleine Hecke in den Vorgarten eines Mehrfamilienhauses an der Wertherstraße gedrückt. Der 29-jährige Fahrer blieb äußerlich unverletzt. Da sein Kind aber nach dem Aufprall über Kopfschmerzen klagte,  wurde es zur Behandlung und Beobachtung in die Kinderklinik nach Bethel gefahren.

Schaden auf mehr als 20.000 Euro geschätzt

Den Gesamtschaden an den Strom- beziehungsweise Kabelverzweigerkästen sowie den beiden Fahrzeugen schätzt die Polizei auf insgesamt mehr als 20.000 Euro.

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