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Zehn Tonnen Kleidung bei der Sammelaktion von DRK und Raiffeisen-Markt in Halle erwartet

Alle wollen die Kartoffeln

Halle (WB). Der Andrang am Samstagmorgen war enorm. »Schon um 8 Uhr standen die ersten Leute hier am Lagerhaus, um sich ihre Kartoffeln zu sichern«, berichtete der stellvertretende Leiter des Haller Raiffeisen-Marktes an der Goebenstraße, Marten Bartels.

Malte Krammenschneider

Erfolgreiche Tauschaktion: (von links) Marianne Schumacher (DRK), Marten Bartels (Raiffeisen), Thorsten Lechner sowie Max und Dennis Schwoch (DRK). Foto: Malte Krammenschneider

Grund war die bereits siebte Gemeinschaftsaktion »Kleider gegen Kartoffeln«, die in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) auf die Beine gestellt wird, und erfahrungsgemäß auf eine große Resonanz trifft.

DRK-Vorstand Dennis Schwoch

Drei Tonnen der »Erdäpfel« wurden jetzt unters Volk gebracht. »Wir tauschen heute an insgesamt sechs Standorten im Kreis Gütersloh. Die Altkleider haben für uns eine wichtige Bedeutung, denn sie werden sortiert, bei guter Qualität weitergetragen oder zu Dämmstoffen verarbeitet. Mit den Erlösen finanzieren wir dann unsere Projekte«, sagte DRK-Vorstand Dennis Schwoch, der sich am Morgen mit Sohnemann Max auf den Weg gemacht hatte und sich von der Aktion begeistert zeigte: »Das Konzept kommt gut an. Für ein Kilo Kleidung gibt es einen Sack Kartoffeln vom Kartoffelhof Kollmeyer aus Gütersloh. 2018 haben wir so im Kreis 17 Tonnen Altkleider gesammelt.«

Bereits nach zwei Stunden war der Laderaum des Lkw gut mit Kleidung gefüllt

Dass 2019 ähnliche Mengen erreicht werden, ist gut möglich, denn bereits nach zwei Stunden Sammelzeit war der Laderaum des wenige Meter entfernt geparkten Lkw gut gefüllt. Der freiwillige Helfer Thorsten Lechner, der einen Sack mit Kleidung nach dem nächsten in den Anhänger wuchtete, rechnete mit zehn Tonnen Textilien am Ende. Dennis Schwoch bedankte sich für das Engagement ausdrücklich: »Ohne die ehrenamtlichen Helfer wäre die Aktion nicht möglich.«

Zwischenzeitlich bildeten sich an der Kleider-Waage sogar kleine Schlangen, denn die Aktion hat sich im Laufe der Jahre herumgesprochen. »Unsere Kunden haben teilweise schon vor Monaten gefragt, wann es denn wieder die Aktion gibt«, sagte Marten Bartels, der sich neben der Unterstützung für den guten Zweck auch einen Werbeeffekt erhofft.

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