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Haller Umweltmarkt schärft das Bewusstsein für Naturschutz

Auto fährt mit Muskelkraft

Halle (WB/mk). Naturschutz liegt immer mehr Menschen am Herzen. Das konnte man am Sonntag beobachten, als nicht nur fachlich Interessierte, sondern auch Familien mit Kindern den Haller Umweltmarkt erkundet haben.

Publikumsmagnet bei Kindern: Wibke May sorgt als Clownin für gute Stimmung bei den kleinsten Besuchern des Umweltmarktes. Foto: Malte Krammenschneider

Am Bürgerzentrum Remise hatten Vereine, Organisationen und Firmen ihre Zelte aufgeschlagen. Sie setzten sich entweder für eine intakte Umwelt ein oder zeigten Naturprodukte.

Ein Hingucker war der Stand der Grünen, die eine Carrera-Bahn mitgebracht hatten, deren Autos allein durch Muskelkraft angetrieben werden. Dafür mussten sich die Besucher lediglich auf das neben der Bahn stehende Fahrrad setzen und in die Pedale treten.

Die Remise lud derweil zum Stöbern ein. Die Kräutergruppe bot Besuchern mit Holunderblütensirup, Cremes und einem Kräuterkochbuch allerlei Wohltuendes an, während die Klasse 7 e der Haller Gesamtschule für die Bewirtung der Gäste sorgte.

Ein paar Meter weiter informierten sich die Besucher über aktuelle Dämmstoffe bei Peter Bollmeyer und vor dem Bürgerzentrum hatten die Steinhagener Pfadfinder ihre Jurte zum Bratwurst-Verkauf aufgebaut.

Ein weiterer Höhepunkt war die Pilze-Ausstellung der Pilzfreunde Herford um ihren Vorsitzenden Hans-Dieter Wolf. Er zeigte, welche Regeln es beim Pilzesammeln gibt und wovon man lieber die Finger lässt. Der Grüne Knollenblätterpilz und der Pantherpilz sind für den Menschen beispielsweise tödlich. »Wir möchten den Besuchern mehr Wissen über Pilze vermitteln. Denn es dauert lange, bis man fehlerfrei erkennt, um was für eine Art es sich handelt«, sagte Hans-Dieter Wolf, der 200 Arten extra für den Umweltmarkt in heimischen Biotopen und Wäldern gesammelt hatte.

Am Nachmittag präsentierte das Theater Laku Paka das Stück »Frau Mangolds kleiner Garten« und Kurt Gramlich hielt einen Vortrag zum Thema »Grenzen des Wachstums«. Darin prangerte er die Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten an. Zugleich freut er sich aber auch, dass es immer mehr Menschen gibt, die ein Bewusstsein dafür entwickeln.

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