1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Halle
  6. >
  7. Britischer Kran als Keimzelle des Erfolgs

  8. >

Hörster Betonwerk besteht seit 150 Jahren – Stefan und Irmhild Habighorst führen das Unternehmen in vierter Familiengeneration

Britischer Kran als Keimzelle des Erfolgs

Halle-Hörste

Als der gelernte Maurer Johann Heinrich Habighorst 1872 den Sprung in die Selbstständigkeit wagt, legt er damit den Grundstein für ein erfolgreiches Unternehmen – das Hörster Betonwerk feiert 150-jähriges Bestehen. Der Urgroßvater des heutigen Geschäftsführers Stefan Habighorst (59) zieht mit 20 Jahren von Kölkebeck nach Hörste und beginnt auf sich allein gestellt mit Umbauten und Reparaturen auf umliegenden Bauernhöfen.

Diesen Kran hat Stefan Habighorst im britischen Dover gebraucht gekauft, demontiert, umgebaut und im November 1994 an der Versmolder Straße in Hörste wieder aufgebaut – 22 Meter hoch mit einer Brückenlänge von 75 Metern. Er kann 20 Tonnen tragen und könnte auf zwei Mal 20 Tonnen erweitert werden. Foto: Klaus Münstermann

Nach dem Tod des Firmengründers 1918 übernimmt dessen Sohn Hermann das Geschäft. Nur vier Jahre später, von der Hyperinflation in der Weimarer Republik entmutigt, übergibt er den Betrieb 1922 an seinen jüngeren Bruder Karl, der ihn wieder ausbaut. Dessen Sohn Martin steigt nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft 1945 in den Betrieb ein und führt ihn nach erfolgreicher Meisterprüfung 1953 gemeinsam mit seinem Vater. Als dieser 1968 in den Ruhestand geht, übernimmt Martin Habighorst die alleinige Geschäftsführung und richtet den Betrieb neu aus. Ab 1972 konzentriert er sich auf die alleinige Produktion von Betonfertigteilen. Die ursprüngliche Bauunternehmung wird nach 100 Jahren eingestellt. „Die vorherigen Konkurrenten wurden zu Kunden meines Vaters und seines neu errichteten Betonwerks. Er war als Fachmann akzeptiert und belieferte sie nun“, sagt Stefan Habighorst.

Jetzt Angebot wählen und direkt weiterlesen!

ANZEIGE