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Vor dem Auslaufen der Schule 2019 realisieren Ehemalige ein Erinnerungsbuch

Die Realschule Halle wird nicht vergessen

Halle (WB). Sie gehört zu den ältesten Schulen der Lindenstadt. Die Realschule. Ein Ort des Lernens, der tausende junge Menschen auf einen guten Weg gebracht hat, und mit dem viele Bürger des Altkreises eine schöne Zeit verbinden. Ein guter Grund, um anlässlich des Endes der Schule, Erinnerungen und Geschichten in einem Buch zusammenzufassen.

Malte Krammenschneider

Verlegerin Martina Bergmann sowie Lehrerin Angelika Althausen und Schulleiterin Simone Brigas (von links) tragen Ideen zusammen, um damit bis zum Sommer des kommenden Jahres ein Buch über die Haller Realschule herauszubringen. Foto: Malte Krammenschneider

Die Idee, der Realschule ein literarisches Denkmal zu setzen, kam Martina Bergmann, als sie vom Aus für die Schule erfuhr. »Ich fand es total schade und habe seither mit vielen Personen gesprochen, die tolle Geschichten aus ihrer Schulzeit erzählen können. Da lag es nahe ein Buch zu erstellen«, sagt Martina Bergmann, die nach ihrer Realschulzeit noch das Abitur machte, studierte und inzwischen in Borgholzhausen eine Buchhandlung und einen kleinen Verlag betreibt. Gemeinsam mit der ehemaligen Lehrerin Angelika Althausen und der aktuellen Realschulleiterin Simone Brigas setzte sich Bergmann zusammen und nach vielen Gesprächen stand fest: Der Schule wird ein Buch gewidmet.

»Wir wurden an der Realschule fit gemacht für das Leben«

Am Donnerstag stand nun das erste Treffen ehemaliger Schüler und Lehrer an, die dem Aufruf von Martina Bergmann gefolgt waren, sich gegenseitig auszutauschen und weitere Geschichten über das Realschulleben zu sammeln. Zwar kamen nicht so viele Personen wie erhofft, doch diejenigen, die da waren, hatten einiges zu erzählen. So zum Beispiel Rolf Hellweg, der dem Abschlussjahrgang 1954 angehört und mit seiner Schulzeit in Halle ausschließlich positive Erinnerungen verbindet. »Wir wurden dort fit gemacht fürs Leben. Ich habe noch heute großen Respekt vor den Lehrern, denn sie mussten mit einfachsten Mitteln arbeiten und habe uns das Wesentliche mit auf den Weg gegeben«, sagt der inzwischen 82-Jährige, bedauert, dass seine ehemalige Schule bald nicht mehr existieren wird.

Dieser Meinung ist auch Dorothee Podrouschek, die im Jahr 2000 den Realschulabschluss machte und noch heute Verbindungen aus der damaligen Zeit pflegt. »Mit einer Französin, die ich beim Austausch mit Ronchin kennengelernt hatte, schreibe ich heute noch«, erklärt die Familienmutter, die wie alle Anwesenden vom Buchprojekt begeistert ist.

Am 6. Juli 2019 soll ein großes Wiedersehensfest gefeiert werden

»Am 6. Juli 2019 wollen wir uns mit einem großen Wiedersehensfest von der Realschule verabschieden. Alle Ehemaligen sind eingeladen. Ein guter Anlass, um dann das Buch vorzustellen«, sagte Simone Brigas. Wie viele Seiten das Buch haben soll, wie es aussieht und aufgebaut ist, steht derzeit allerdings noch nicht fest. »Wir wollen bis Ende des Jahres erst einmal alle Geschichten sammeln. Dann klären wir die anderen Fragen«, sagt Martina Bergmann. Interessenten setzen sich mit ihr per E-Mail an mb@bergmannverlag.de in Verbindung.

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