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Fans in Halle und Werther helfen Jogis Jungs mit Aberglauben auf die Sprünge

Drei Glücksbringer für den Sieg

Halle/Werther (WB/jog). »Noch geben wir die Hoffnung nicht auf«, sagen Christian und Simone Samstagabend in der Halbzeitpause vor dem Martin-Luther-Haus. Sie hoffen nach wie vor auf die magische Wirkung der WM-erprobten Fußballkappe, die sich Simone seit 2014 bei allen wichtigen Spielen auf den Kopf setzt.

Am Ende zeigte Jasmins farbige Perücke die erhoffte Wirkung. Gunnar (Mitte) und Sabrina (rechts) drückten der deutschen Mannschaft die Daumen. Foto: Johannes Gerhards

So auch beim wichtigen Spiel Deutschland gegen Schweden am Samstagabend. »Mein Tipp von 2:1 kann immer noch wahr werden«, betont die Optimistin beim Public Viewing in Halle und ahnt nicht, wie sehr sie zittern soll, bis sich ihre Prophezeiung bewahrheiten soll.

Jasmin schwört dagegen auf ihre schwarz-rot-goldene Glücksperücke. Sie sitzt mit Sabrina und Gunnar vor der Leinwand am »Sedan« in Werther. Auch mit ihrem Tipp liegt sie letztlich richtig, wenngleich es mehr als 90 Minuten dauert, in denen sich manch ein Fußballfan die echten Haare raufen musste. Bei Bundestrainer Jogi Löw dürfte die weitere Ergrauung seines Haupthaares ein Thema sein, so haarsträubend waren manche Aktionen der deutschen Nationalmannschaft.

Anfangs ist die Stimmung verhalten optimistisch. Monika aus Hagen wird ihren Hut auch bei den kommenden Spielen aufsetzen, sofern er zum richtigen Ergebnis beiträgt. Zusammen mit Freunden ist sie eigentlich wegen Tennis im Gerry Weber Stadion in der Region und verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen, ihr Tipp lautet vor dem Spiel 3:0 für Deutschland.

Tanja und Michael aus Bad Salzuflen besuchen ihren Bekannten Karsten in Werther. Gut ausgerüstet mit Flagge, Vuvuzela und entsprechendem Halsschmuck hoffen sie auf einen Erfolg der deutschen Mannschaft, der letztlich auf das Konto von Tanjas Glücksarmband geht, wenngleich sie beim Tippen das schwedische Gegentor nicht einkalkuliert hat und von einem 2:0 ausgegangen ist.

Zur Halbzeit macht sich Ernüchterung breit, der Rückstand der deutschen Mannschaft wirkt nicht unbedingt appetitanregend für die Gäste und umsatzfördernd für den gastronomischen Ausrichter, einige Tische sind trotz Reservierung nicht besetzt. Doch am Ende überwiegt der kollektive Jubel, das Public Viewing geht weiter, Deutschland ist im Turnier angekommen.

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