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Recherchen zu den Verbrechen der Nazis - in Borgholzhausen sollen weitere Stolpersteine als Mahnmal verlegt werden

Drei "Krankenmorde" sind bekannt

Altkreis

Während der Herrschaft der Nationalsozialisten gab es nahezu in jeder Stadt und jedem Dorf Menschen, die wegen einer Erkrankung oder Behinderung deportiert und letztendlich ermordet wurden. So auch in Borgholzhausen, wo nach gründlicher Recherche der lokalen Stolpersteingruppe mindestens drei Personen Opfer von „Krankenmorden“ wurden.

Von Malte Krammenschneider

Sie wollen auf ihre Forschungen zum Thema "Krankenmorde der Nazis" aufmerksam machen und hoffen auf die Mithilfe der Bevölkerung: (von links) Eva-Maria Eggert, Sebastian Schröder, Renate Gieskemeier, Jochen Linnert, Hermann Ludewig, Harald Meierand und Tobias Trier. Foto: Malte Krammenschneider

„Wir benutzen hier das Wort Euthanasie absichtlich nicht, denn der von den Nazis verwendete, zynische Begriff bedeutet auf griechisch schöner Tod“,  erklärt Eva-Maria Eggert, die mit ihrem Stolperstein-Team zwar schon viel herausgefunden hat, doch nun um die Mithilfe der Bevölkerung bittet: „Wir wollen wissen, wer hier noch Opfer geworden ist – auch von Zwangssterilisationen. Wer weiß vielleicht noch etwas zu diesem Thema, was wurde erzählt?“

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