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Vorschlag der Parteiführung: 41-Jährige soll den Chefposten im Haller Rathaus erobern

Edda Sommer will sich als SPD-Bürgermeisterkandidatin durchsetzen

Stefan Küppers

Durchsetzungsstark und auf dem Handball-Spielfeld stets auch mit Führungsaufgaben betraut: SPD-Bürgermeisterin-Kandidatin Edda Sommer ist vor allem als Sportlerin bekannt. Foto: Churt

Halle (WB). Einen offiziellen Vorstellungstermin vor der Presse soll es zwar erst Freitag geben, doch die Nachricht kommt nun schon ein paar Tage vorher raus: Edda Sommer soll nach einer Empfehlung des Parteivorstandes für die SPD das Amt im Haller Rathaus erobern, das Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann als Sozialdemokratin bereits seit 18 Jahren innehat.

Wenige Tage nachdem die 67-jährige Wesselmann ihren Rückzug angekündigt hat, wird die Kandidatur der 41-jährigen Edda Sommer von der SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Ulrike Sommer, der Mutter der Bewerberin, bestätigt.

Seit Mai 2019 ist Edda Sommer Mitglied des Stadtrates, nachdem die SPD-Fraktion gleich drei Nachrücker auf einmal benannt hatte. Bei der Kommunalwahl 2014 hatte sich Edda Sommer noch vergeblich im Wahlkreis Bokel um ein Ratsmandat beworben. Edda Sommer, seit 1997 Mitglied der SPD, ist politisch noch ein weitgehend unbeschriebenes Blatt. Einer breiteren Öffentlichkeit gut bekannt ist die 41-Jährige vor allem durch herausragende sportliche Leistungen. Mit Union Halle spielte die Handballerin auf hohem Niveau sehr erfolgreich in der 3. Liga und war 2013 auch „Sportlerin des Jahres“ im Altkreis. Beruflich arbeitet Edda Sommer, die mit ihrem Lebensgefährten in Halle lebt, als Bauleiterin in einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb in Harsewinkel. Nach Abitur und einer Tischlerlehre hatte sie ein Studium zur Landschaftsarchitektin absolviert.

Mutter und Parteivorsitzende sieht bei der Kandidatin Durchsetzungskraft und Teamfähigkeit

Gefragt, warum der SPD-Parteivorstand Edda Sommer als Bürgermeister-Kandidatin vorschlägt, nennt die Parteivorsitzende Sommer unter anderem folgende Gründe: Überzeugungen und Überzeugungskraft, Auftreten und Ausstrahlung sowie insbesondere Durchsetzungskraft und Teamfähigkeit, die sie auch im Handball gelernt habe.

„Ich bin politisch aktiv und gestalte gerne mit. Und wenn ich die Möglichkeit habe mitzuwirken, dann nehme ich eine solche Herausforderung gerne an“, sagte Edda Sommer dem WB. Und auch wenn sie nicht aus der Verwaltung komme, traue sie sich das Bürgermeisteramt zu, fügte sie hinzu. Sie sieht in ihrer vielseitigen Ausbildung ein gutes Rüstzeug, verweist dabei auf die Fähigkeit durchs Studium, auch wissenschaftlich arbeiten zu können, sowie ihre Erfahrungen im verantwortlichen, ergebnisorientierten Arbeiten sowie in der Mitarbeiterführung.

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