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Haller Sportler feiern Richtfest am künftigen Vereinsheim an der Masch

Eigenleistungen gekrönt

Halle(hn). Mit dem Richtfest haben der SC Halle und die HSG Halle als gemeinsame Nutzer die nächste Etappe auf dem Weg zum sehnlich gewünschten Vereinsheim am Sportzentrum Masch bewältigt. Bei der Feier lobt SCH-Vorsitzender Wolfgang Rehschuh vor allem seine »Edelhelfer«.

Das Richtfest am künftigen Vereinsheim feiern Volker Kensch, Robert Schneider, Frank Schneider (alle von der ausführenden Baufirma Schneider), Reinhard Große-Wächter (Stadtsportverband), Architekt Wolfgang Fritsche, Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann, Helfer Ulrich Stricker, SCH-Vorsitzender Wolfgang Rehschuh, René Smollich (3. Vorsitzender), Helfer Liborius Rzeha und Geschäftsführer Matthias Kamann. Foto: Burkhard Hoeltzenbein

Ulrich Stricker und Liborius Rzeha sind die beiden Ehrenamtlichen, die seit dem Beginn der Bauarbeiten selbst kräftig mit anpackten und vor allem den Einsatz der Freiwilligen aus den Vereinen auf der Baustelle koordinierten. Mit den Eigenleistungen tragen Sportclub und HSG einen erheblichen Obolus zur Finanzierung der Maßnahme bei. Die geforderten »Ärmelhypotheken« haben die Sportler geliefert und werden auch in den kommenden Wochen weiter ins Rad greifen.

Helfer und Handwerker – ein gutes Team

»Dank an die Handwerker, die trotz des ›Handicaps‹ ganze Arbeit geleistet haben«, lobte Rehschuh mit einem Schuss Selbstironie die »Profis« der Firma Schneider. »Dank der guten Zusammenarbeit haben wir die Helfer sehr gut einsetzen können«, sagte Robert Schneider, Juniorchef der Haller Baufirma.

Neben den Erwachsenen verschiedener Abteilungen hätten auch Jugendmannschaften mit angepackt, Steinplatten aufgenommen und Arbeiten am Außengelände verrichtet. Selbst einige Flüchtlinge waren mit Spaß an der Sache im Einsatz. Etwa 400 Arbeitsstunden inklusive einiger Samstagsschichten der »Amateure« stecken in dem auf einem Sockel fußenden Rohbau drin.

Lösung mit Weitblick

Auf diesem Sockel fußt auch die ganze Idee, wie das Sportheim nachhaltig genutzt werden kann, ohne die Pläne zur Stadtentwicklung zu stören. Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann erinnerte an die nachhaltige Lösung, die Stadt und Vereine angesichts der lange offenen Finanzierung gefunden haben.

Wie berichtet, sollen die Sportplätze, die jetzt noch nördlich des Schulkomplexes liegen, einmal einer Wohnbebauung weichen und südlich der Schule neu entstehen. Im Zuge der Maßnahmen soll das Haus dann »an den Haken« genommen werden und fast in einem Stück dorthin versetzt werden. »Es soll dann an das heutige Flüchtlingsheim andocken«, erklärt Anne Rodenbrock-Wesselmann.

Festgäste schwitzen

Obwohl die etwa 100 Gäste, die beim Richtfest den Rohbau in Augenschein nahmen, an diesem Tag keine »Schicht« einlegten, kamen sie ins Schwitzen. Noch fehlt die Außenfassade an dem in Kastenbauweise mit Holz-Innenleben gebauten Häuschen, um das Gebäude vor Witterungseinflüssen zu schützen. Bei der Besichtigung wurde es den Besuchern innen drin schnell warm.

Wie viel Platz das Clubheim bietet, wurde beim kurzen Rundgang bereits deutlich. Ein geräumiges Büro, Umkleiden, Toiletten, ein Multifunktionsraum für Kinder- und Gesundheitssport sowie ein Schulungs- und Besprechungsraum für Trainer, Eltern und Aktive finden sich allesamt unter einem Dach wieder.

Einzug im Herbst

Zur neuen Fußballsaison im September soll das Haus komplett fertig sein. »Wir werden es voraussichtlich bereits in den Sommerferien schaffen«, sagt Robert Schneider optimistisch.

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