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Restaurant Brune: Ehemaliger Inhaber Matthias Staeck stirbt mit nur 53 Jahren

Ein Koch und Gastwirt aus Leidenschaft

Halle

Er wurde nur 53 Jahre alt: Matthias Staeck, ein sehr bekannter Koch und Gastwirt im Haller Hotel-Restaurant Brune, ist bereits am 8. Januar gestorben.

Stefan Küppers

So haben ihn viele Haller gekannt: Matthias Staeck in seinem Kochdress, als er als Gastwirt das Hotel-Restaurant Brune führte. Jetzt ist er nach schwerer Krankheit mit nur 53 Jahren gestorben. Foto: Küppers

Diese Nachricht betrübt viele Bürger, die gerne im traditionsreichen Hotel und Restaurant Brune gut gespeist und urgemütliche Geselligkeit gepflegt haben. Denn in Matthias Staeck sowie seinen Eltern haben viele Haller und Auswärtige gute Gastgeber gefunden. Viele verbinden mit langen Abenden in dem historischen Fachwerkhaus viele schöne Erinnerungen. Der ehemalige Besitzer und Betreiber Matthias Staeck ist bereits in der vergangenen Woche am 8. Januar mit nur 53 Jahren gestorben.

„Matthias war ein Koch aus Leidenschaft, der auch gerne Neues ausprobiert hat. Koch wollte er immer werden“, berichtet seine Mutter Marianne Staeck, die bereits vor ein paar Jahren ihren Mann Bernd verloren hat. Bernd und Marianne Staeck hatten 1984 das Hotel-Restaurant in der Bahnhofstraße gekauft, nachdem sie zuvor die Bahnhofsgaststätte „Zur Schiene“ in Halle betrieben hatten. Der 1967 geborene Sohn Matthias, der nach dem Besuch von Realschule und Höherer Handelsschule, schließlich eine Lehre als Koch machte, lernte zunächst in einem renommierten Betrieb in Höfen an der Enz bei Pforzheim in Süddeutschland und war schließlich auch einige Jahre als Koch im Parkhotel Gütersloh tätig.

In den 90er Jahren stieg Matthias Staeck dann als Koch in den elterlichen Betrieb ein und prägte fortan ein gutes Stück traditionelle Gastronomie und Gastlichkeit in Halle. Das Restaurant Brune hat sich insbesondere bei alteingessenen Hallern großer Beliebtheit erfreut. „In der Summe waren es gewiss 40 bis 50 Stammtische, die bei uns verkehrt haben, an einem Abend waren es oft alleine fünf Stück“, erzählt Marianne Staeck.

Doch das Glück blieb nicht ungetrübt. Matthias Staeck litt immer wieder unter schweren Erkrankungen. Und als auch die Eltern nicht mehr gesund waren, musste der gastronomische Betrieb 2013 schließlich aufgegeben werden. ­Matthias Staeck war anschließend beruflich in einem ganz anderen Bereich in einem Bauunternehmen tätig. Die zupackende und herzliche Art von Matthias Staeck wurde auch von den Mitgliedern der Haller Loge geschätzt, in der er sich einige Jahre engagierte. Im vergangenen Jahr gab es für den nierenkranken Matthias Staeck immer wieder gesundheitliche Rückschläge mit langen Krankenhausaufenthalten. Von dem letzten Rückschlag erholte er sich nicht mehr. Matthias Staeck hinterlässt seine Mutter, einen jüngeren Bruder mit Familie sowie seine Lebensgefährtin, mit der er fast 30 Jahre zusammen war.

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