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Ärger über Hundehaufen in Künsebeck – und über eindeutig menschliche Hinterlassenschaften

Eklige Entdeckung sogar auf der Gemeindehaus-Terrasse

Halle-Künsebeck

Die Hinterlassenschaften von Hunden sind leider vielerorts ein Dauerthema. In Künsebeck entdeckten Passanten jetzt auch noch eindeutig menschliche Hinterlassenschaften – auf der Terrasse des Gemeindehauses und auf öffentlichen Wegen.

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Auch der Regen hat zusätzlich die letzten Spuren entfernt. Auf der Terrasse hinter dem Künsebecker Gemeindehaus hatte ebenfalls jemand sein „Geschäft“ verrichtet. Foto: Volker Hagemann

Schon im vergangenen Winter nahm die Verschmutzung durch Hundekot am Künsebecker Bahndamm stark zu, sagt die Interessengemeinschaft Künsebecker Bürger (IGKB). Anwohnerin – und Hundebesitzerin – Susanne Nieder-Schulte ärgerte sich immens über die vielen Tretminen auf den Zugängen zum und am Bahndamm: „Kinder treten unbedacht beim Laufen und Spielen in die Haufen. Es kann doch nicht zu viel verlangt sein, die Hinterlassenschaften seines Hundes zu beseitigen oder ihn auf dem Grün die Notdurft verrichten zu lassen?!“

Nach Rücksprache mit der IGKB und dem Haller Bauhof wurden drei Tütenspender montiert. „Der Bauhof hat extrem schnell gehandelt“, freut sich Silke Fronemann vom IGKB-Vorstand über den kurzen Dienstweg. „Dennoch werden die Tütenspender scheinbar kaum genutzt“, wundert sie sich. Bis heute finden sich kaum weniger Hundehaufen an der Bahnlinie. „Der Weg ist gut frequentiert“, weiß Susanne Nieder-Schulte. „Er führt zum Spielplatz, zur Kita und zur Schule – man kann den Haufen kaum ausweichen, da sie total verstreut liegen.“

Von Katzenstreu bis zur Unterhose

Zu diesem Ärgernis kommt nun auch noch menschlicher Kot hinzu. „Allein im Januar hat schon mehrfach jemand seine Notdurft auf dem Grünstreifen am Landhotel Jäckel verrichtet, direkt auf dem nahegelegenen Fußweg“, berichtet IGKB-Vorsitzende Friederike Hegemann, die dort regelmäßig mit ihrer Lauffreundin und der Familie ihres Bruders unterwegs ist; „auch mit kleinen Kindern.“ Dass diese Hinterlassenschaften eindeutig menschlichen Ursprungs sind und von Erwachsenen stammen, macht die Unterhose deutlich, die daneben entsorgt wurde. Auch Katzenstreu und angebrochene Tierfutterpackungen müsse man hier regelmäßig entsorgen, berichtet Hegemann.

Und es kommt noch schlimmer: Menschlichen Kot entdeckte Diakonin und Küsterin Ingrid Diekmann-Vemmer direkt auf der Terrasse des Gemeindehauses.

„Mehr Präsenz durch die Stadt wäre wünschenswert“, findet Susanne Nieder-Schulte, denn nur die Tüten scheinen nicht zu helfen. Die IGKB appelliert an den gesunden Verstand, für Hundekot die vorgesehenen Tüten auch zu nutzen und in den entsprechenden Abfalleimern zu entsorgen.

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