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Unkonventionelles Ritual beim Richtfest der VKM-Kita in Halle

Es macht lautlos »Klirr«

Halle (WB/hn). Ohne Schnaps und Bier geht beim Richtfest eigentlich nichts. Doch Zimmermann Marco Lepper verzichtet beim Aufstellen des bunten Baumes auf dem Dach der VKM-Kita angesichts der jungen Zielgruppe ganz bewusst auf Alkoholisches.

Beim Richtfest an der VKM-Kita hoffen Architekt Gerd Weichynik (von links), Zimmermann Marco Lepper, Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann, VKM-Geschäftsführerin Kristina Witschel, Architekt Michael Pappert und Kita-Leiterin Alev Heilig mit Kindern, die ab dem 1. Oktober hier zur Kita gehen, auf einen schnellen Baufortschritt. Foto: Burkhard Hoeltzenbein

Als die bunten Bänder über dem abgeschlossenen Rohbau flattern, stößt der Handwerker pantomimisch mit einem Glas an. das dann auch nur imaginär vom Dach fällt, um dem Haus Glück zu bringen. Das Zerspringen des Glases ahmen Architekt Gerd Weichynik und Taufpatin Petra O’Brien-Coker mit dem lauten Ruf »Klirr« nur nach.

Überhaupt ist bei dem Bauprojekt des Vereins VKM – Für Menschen mit Förderbedarf einiges anders, als bei sonstigen Richtfesten. »Wir suchen noch einen Namen für die inklusive Kindertagesstätte in Halle«, erklärt Geschäftsführerin Kristina Witschel. Sie bittet um Vorschläge, aus denen eine Jury am 5. Juni eine Entscheidung trifft. Dieser gehören Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann, Burkhard Marcinkowski, Geschäftsführer des Unternehmerverbandes, Bundestagsabgeordneter Ralph Brinkhaus, die alle drei beim Richtfest am Freitag dabei waren, sowie die Rietberger Sängerin Anna-Maria Zimmermann und die stellvertretende Landrätin Elvan Korkmaz an. Der Gewinner des Namens-Preisausschreibens erhält einen Frühstücks-Gutschein für das Gerry-Weber-Landhotel.

Nach dem Spatenstich im März geht es mit dem Bau zügig voran. Am 1. Oktober sollen fünf Gruppen mit 80 Kindern, darunter acht Inklusionskinder, hier einziehen. Darunter jene, die derzeit in einer Übergangsgruppe im DRK-Heim versorgt werden. »Es gibt noch einige Plätze im Ü-3-Bereich«, ermuntert Kristina Witschel die Eltern, sich vom Konzept zu überzeugen. Als Ansprechpartnerin gibt Kita-Leiterin Alev Heilig, Telefon 01 76/64 86 66 71, Infos. Am Konzept für die Betreuung, zu der auch Logo-, Ergo- und Physiotherapeuten gehören, wird noch gefeilt. »Die Kinder mit Förderbedarf werden in zwei Ü-3-Gruppen eingegliedert«, erklärt Kristina Witschel die Integrations-Idee.

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