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Unbekannte schmücken mehrere Tannen am Kammweg

Es weihnachtet hoch oben im Teuto

Werther

Unweigerlich kommt dem aufmerksamen Spaziergänger im Teutoburger Wald zur Zeit das Gedicht „Knecht Ruprecht“ von Theodor Storm in den Sinn: „Von drauß’ vom Walde komm‘ ich her; ich muss Euch sagen, es weihnachtet sehr. Allüberall auf den Tannenspitzen sah ich goldene Lichtlein sitzen. ...“ Denn auch auf der Egge in Werther und am Knüll in Halle stehen festlich geschmückte Weihnachtsbäume am Rande des Kammweges, weitere nahe dem „Bergfrieden“.

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Hoch oben über Werther hängt Christbaumschmuck in den Tannen – ein toller Anblick! Foto: hx

Wer sie dekoriert hat, ist nicht bekannt. Sie sind ein witziger und besinnlicher Anblick. Und, auch im Hinblick auf den katastrophalen Zustand der heimischen Wälder, echte Hingucker.

Die niedlichen Bäumchen werden den Wald nicht retten können. Das muss im Zusammenspiel mit Politik, Waldbauern und auch jedem Einzelnen geschehen. Der Weg ist weit und langwierig. Die Aufräumarbeiten der vergangenen Schäden durch die anhaltende Trockenheit und Borkenkäfer sind mühsam. Auch Hannes Dicke-Wentrup, einer der Waldbauern in Werther, sucht nach Lösungen mit den hiesigen Politikern, um das große Ökosystem Wald zu retten. „Es geht dabei nicht immer nur ums Geld; was ich jetzt aufforste, können ja noch nicht mal meine Urenkel ernten“, betont der Landwirt.

Der Wald hat sich stark verändert. Zur Zeit ist er eines der wenigen Ausflugsziele, die sich genießen lassen. Um ihn nicht noch weiter zu strapazieren, sollte man auf den Wegen bleiben. Und Hunde können auch an der Leine den Gang durch die Natur genießen.

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