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Bahnhofstraße in Halle: Wegen Zwang zur Straßennutzung werden nun Markierungen gesetzt

Für Radler soll es sicherer werden

Halle (WB). Lange war es angekündigt, am Freitag hat die Umsetzung begonnen. Die Verkehrsverhältnisse an der unteren Bahnhofstraße sollen neu geordnet werden. Die Radler werden künftig durch Markierungen deutlicher auf die Straße geleitet. Damit soll für die schwächeren Verkehrsteilnehmer mehr Sicherheit erreicht werden. Ein Bautrupp hat mit dem Abfräsen von einzelnen Asphaltstellen begonnen, bis Mitte nächster Woche dürften die Arbeiten andauern.

Stefan Küppers

In der kommenden Woche werden Radler mit neuen Markierungen vom Radweg auf die Bahnhofstraße gelotst. Foto:

Ausgangspunkt ist die seit dem vergangenen Jahr geltende Regelung, dass Teilbereiche der vormaligen Radwege an der Bahnhofsstraße als solche nicht mehr von Radfahrern genutzt werden dürfen. Bekanntlich darf ein etwa 20 Meter langes Radwegteilstück vor Pollmeier nur noch von Fußgängern genutzt werden. Gleiches gilt für ein 160 Meter langes Stück entlang des Alten Friedhofes zwischen Alter Busbahnhof und Café Baier. Die Begründung: Rad- und Fußwege sind nach heutigen Kriterien zu schmal, um ein gefahrloses Miteinander von Radlern und Fußgängern zu gewährleisten.

Nachdem das Straßenverkehrsamt für die untere Bahnhofstraße Tempo 30 angeordnet und dies zuletzt mit den Gefahren für Radfahrer begründet hat (eine irrtümliche erste Tempo-30-Begründung wegen eines angeblich vorhandenen Altenheims wurde zurückgezogen), will die Stadtverwaltung durch die neuen Baumaßnahmen mehr Sicherheit erreichen.

Auf der Friedhofsseite wird der Radverkehr an der Einmündung Busbahnhof durch einen sichtbaren Verschwenk auf die Straße geführt, sodass Autofahrer von einbiegenden Radlern nicht mehr überrascht sein sollten. Bis zum Ende des Alten Friedhofes gibt es dann für Radler einen durch gestrichelte Linien markierten Streifen im Straßenraum. Ebenso gibt es auf der anderen Straßenseite zwischen der Aufmündung Goebenstraße und den Bahnschranken eine durch gestrichelte Linien abgetrennten Bereich für Radfahrer im Straßenraum. Die Radfahrern können am Ende der abgetrennten Bereiche dann selbst entscheiden, ob sie auf den alten Radverkehr zurückkehren oder auf der Straße verbleiben. Die Mittelstreifen auf Fahrbahn kommen in den beschriebenen Bereichen übrigens weg.

Umfrage der Bürgerinitiative

Die Bürgerinitiative Alleestraße hat bei ihrer Online-Umfrage im Juli eine deutliche Rückmeldung zur Sicherheitslage an der Bahnhofstraße bekommen. Von 1462 Teilnehmern bezeichneten 90 Prozent die Situation für Radfahrer als unsicher. Im August lautet die Umfrage unter www.buergerinitiative-alleestrasse.de: Benutzen Sie die Alleestraße und die Bahnhofstraße nach der Reduzierung der Geschwindigkeit auf maximal 30 km/h genauso häufig wie vor der Temporeduzierung?

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