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Ansturm wegen neuer Verordnung: Im größten Haller Supermarkt waren FFP-2-Masken am Montag vergriffen

Großer Masken-Vorrat in Apotheken

Halle

Mit der Verpflichtung zum Tragen besonderer Schutzmasken im ÖPNV sowie beim Einkaufen ist die Nachfrage rapide gestiegen. In Halles größtem Markt waren FFP-2-Masken am Montag vergriffen. In Apotheken jedoch hat man sich groß bevorratet.

Stefan Küppers

Auch in der Haller-Herz-Apotheke sind die Mitarbeiterinnen Marina Gerula (links, mit einzelnen FFP-2-Masken für den freien Verkauf) sowie Dorothea Ewert, die andere Exemplare gegen Berechtigungsscheine ausgibt, ausreichend ausgestattet. Foto: Küppers

(WB). Mit den neuen gesetzlichen Vorgaben zum Tragen von medizinischen Masken beziehungsweise FFP-2-Masken hat die Nachfrage nach diesen Produkten spürbar angezogen. So waren am Montag in Halles größtem Einkaufsmarkt, dem Marktkauf Speicher, keine FFP-2-Masken mehr erhältlich. Doch Sorgen müssen sich die Haller nicht machen, dass Masken ausgehen könnten. Denn allein in der Hansa-Apotheke am Bahnhof hat Apotheker Dr. Hans-Joachim Baltrusch etwa 10.000 FFP-2-Masken vorrätig, erfuhr das WB.

Im Marktkauf lassen sich nicht alle Kunden überzeugen

Im Marktkauf sind die Schilder an den Eingängen aktualisiert worden. Bekanntlich reicht es jetzt nicht mehr beim Einkaufen einen herkömmlichen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Während der Erledigungen im Supermarkt, ebenso bei Benutzung von Bus und Bahn oder aber beim Besuch in Arztpraxen müssen müssen die besonderen Masken getragen werden. Bei dem einen oder anderen Kunden gibt es Anlaufschwierigkeiten, berichtet Daniela Preda, eine erfahrene Marktkauf-Mitarbeiterin am Informationsschalter. Eine Kundin war ob der Vorgaben offenbar so erbost, dass sie ankündigte, nunmehr anderswo einkaufen gehen zu wollen. Was besagter Kundin nicht viel nutzen wird, weil aufgrund allgemeiner staatlicher Vorgaben das Tragen der speziellen Schutzmasken in allen Märkten verpflichtend angeordnet ist.

Im Marktkauf gab es am Montag nach sehr starker Nachfrage noch am Samstag keine FFP-2-Masken mehr zu erwerben. Dem Vernehmen nach gibt es beim Nachordern derzeit Verzögerungen. Andere Maskentypen, die ebenfalls die erhöhten Anforderungen erfüllen, waren aber in augenscheinlich ausreichender Menge vorhanden. Medizinische Gesichtsmasken sind im Marktkauf im 50-er Pack für knapp 20 Euro erhältlich, während 20 FFP-2-Masken für rund 27 Euro vergriffen waren. Kunden, die ohne medizinische Maske in den Markt kommen, können Einzelstücke an der Information erwerben, dann bis zu knapp zwei Euro teuer.

In Apotheken werden einzelne Masken zwischen 2,90 und 3,95 Euro verkauft

In den Haller Apotheken kosten die FFP-2-Maken, die mit den entsprechenden Gütezeichen ausgestattet sind, nach einer kleinen Erhebung zwischen 2,90 und 3,95 Euro je Stück. Die sogenannten OP-Masken kosten dabei weniger als die Hälfte, sind auch für unter einen Euro erhältlich. Die Preise gestalten die Apotheken selber, wobei die über 60-jährigen Bürger sowie Risikopatienten über ihre Krankenkassen Gutscheine für eine begrenzte Anzahl von FFP-2-Masken erhalten haben. In der Haller-Herz-Apotheke lagern von diesen Exemplaren alleine noch mehr als 1600 Stück sowie eine dreistellige Maskenanzahl für den freien Verkauf. Ausreichend bevorratet sieht man sich auch in der Hubertus-Apotheke am Bahnhof, wo man ebenfalls vorgesorgt hat.

Haller Apotheker hat 10.000 Masken im Keller gelagert

Dr. Hans-Joachim Baltrusch von der Hansa-Apotheke an der Alleestraße hat nach den Verknappungsproblemen mit Masken zu Beginn der Pandemie mittlerweile einen auf jeden Fall ausreichenden Vorrat im Keller angelegt, wobei von hier aus auch die familieneigene Linden-Apotheke in Gartnisch mit versorgt wird. Baltrusch zeigt dem WB die gelieferten Kisten mit jeweils 1000 FFP-2-Masken. Ingesamt liegt sein Vorrat noch bei etwa 10.000 Stück, auch übrigens spezielle Masken für Kinder, die dann insbesondere gebraucht werden, wenn der Präsenzunterricht an Schulen wieder anläuft. Baltrusch berichtet, dass die Nachfrage nach medizinischen Masken bereits im Dezember und im laufenden Januar ausgesprochen hoch war. In diesen knapp zwei Monaten sind alleine bei ihm schon knapp 10.000 Masken an Kunden gegangen, was den Apotheker überrascht hat. Für Bartträger eigenen sich die OP-Masken übrigens besser als die FFP-2-Masken, die eng an der Haut anliegen müssen, um den besten Effekt zu haben.

„Ich habe jetzt einen festen Lieferanten für medizinischen Masken aus der Nähe von Münster, den ich nicht mehr wechsele“, berichtet Dr. Hans-Joachim Baltrusch und begründet: „So kenne ich die zertifizierte Qualität und weiß, dass ich diesen Lieferanten auch in den nächsten Wochen und Monaten noch habe.“ Während bei Masken also wenig Probleme bestehen, stellt er einen Mangel bei Latex-Einmalhandschuhen. Die müssen derzeit bei Kunden sogar kontingentiert werden.

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