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Stark besuchter Bereich am Rathaus ist neu gestaltet – Veränderte Abläufe mit Nummern ziehen

Im Bürgerbüro ist jetzt viel mehr Diskretion möglich

Halle(WB). Nach wochenlanger Schließung präsentiert sich das Bürgerbüro am Rathaus jetzt größer, diskreter und mit neuen Abläufen. Vor allem können Bürger jetzt sicher gehen, dass andere Besucher nicht mehr so leicht mitbekommen, was sie beim Amt gerade so zu regeln haben.

Stefan Küppers

Mehr Platz, schnellere Abläufe und diskretere Arbeitsplätze: Das ist die neue Bürgerberatung. Zur Eröffnung freuen sich (v.l.) Ramona Thienemann, Anne Rodenbrock-Wesselmann, Regina Bresser, Heike Rose, Svenja von Romatowski und Jessica Detering. Foto: Küppers

Wer die alte Bürgerberatung noch kennt, weiß, dass man auf den Besucherbänken manches mitbekommen konnte, was einen eigentlich gar nichts angeht. Dieses Datenschutzproblem hat Regina Bresser, Fachbereichsleiterin Bürgerdienste, jetzt mit einem neuen Ablaufkonzept gelöst. Dazu ist der ehemalige Fahrradabstellraum gleich neben dem Bürgerbüro mit einbezogen worden.

Kommentar

Kein Zweifel: Im Haller Rathaus und insbesondere im Bürgerbüro ist man allgemein um einen guten Service und die Zufriedenheit von Hallern sehr bemüht. Die Umgestaltung des Bürgerbüros und die neuen Abläufe machen viel Sinn. Dieses Lob soll an dieser Stelle ausdrücklich erteilt und herausgestellt werden. Denn bei vielen anderen Themen, insbesondere bei den politisch umstrittenen, wünschen sich viele Haller eine ebenso bürgerorientierte Haltung im Rathaus. Auf dieser Ebene aber gibt es nach wie vor einige Baustellen.

Stefan Küppers

Der Bürger, der bei der Stadtverwaltung Hilfe sucht, betritt jetzt als erstes dieses barrierefrei gestaltete Nebengebäude, wo er in einem kleinen Vorraum aus einem digital verknüpften Gerät zunächst eine Nummer zieht. Dann setzt man sich in einen mit neuen Möbeln ansprechend eingerichteten Raum, wo zur Erfrischung Wasser bereit steht, die kleinen Werbeartikel und Give-Aways von Halle zum Kauf angeboten werden und ansonsten jede Menge Broschüren den möglichen Informationshunger stillen.

Besucher gehen durch ein Einbahnstraßensystem

Wird die gezogene Nummer auf einem Bildschirm in diesem Aufenthaltsraum angezeigt, begibt sich der Besucher in das komplett neu gestaltete Bürgerbüro, wo er sich zu dem Platz der für ihn zuständigen Mitarbeiterin begibt. Hier ist nicht nur komplett neues Mobiliar angeschafft worden, sondern es gibt jetzt auch Trennscheiben, die die Diskretion deutlich verbessern. Wer seine Angelegenheiten erledigt hat, verlässt das Bürgerbüro durch den früheren Haupteingang. »Das ist ein Einbahnstraßensystem«, verdeutlicht Regina Bresser.

Der große Vorteil mit dem neuen Nummernsystem ist die verbesserte Steuerung der Besucherströme. An stark besuchten Tagen kommen schon mal bis zu 150 Bürger. Ziel sind möglichst kurze Wartezeiten. Die Teamleiterin des Bürgerbüros, Ramona Thienemann, kann mit insgesamt drei Vollzeit- und zwei Halbzeitkräften die verschiedenen Aufgaben angehen, die von der Ausstellung vom neuen Reisepass und Personalausweis über Kfz-Abmeldungen und Hundesteuer-Angelegenheiten bis hin zur Anforderung von Sperrmüllabfuhren bis hin zum Verkauf von Eintrittskarten reichen.

Insgesamt hat die Stadt in das neue Bürgerbüro rund 100.000 Euro investiert. Demnächst soll ein neuer Fahrradunterstand im Rathaus-Innenhof gebaut werden.

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