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Landrat besucht Polizeiwache – Unfallbilder belasten auch Einsatzkräfte

Immer weniger Straftaten

Halle (WB). Der schwere Verkehrsunfall in Steinhagen, bei dem kurz vor Weihnachten eine junge Mutter tödlich, ihr kleines Kind sehr schwer verletzt worden ist, belastet auch die Einsatzkräfte noch Tage später.

Klaudia Genuit-Thiessen

Weihnachtsbesuch auf der Polizeiwache in Halle: Wachleiter Uwe Ahlemeyer (rechts am neuen Einsatzfahrzeug) mit Dienstgruppenleiter Oliver Maier, Polizeioberrat Dirk Zeller, Landrat Sven-Georg Adenauer, Leiter Bezirks- und Schwerpunktdienst Hermann Seelhöfer, den Bezirksdienstlern Martin Rondorf (Werther), Frank Bertram (Halle, Jürgen Flagmeier (Borgholzhausen), Wachdienstführer Julian Rodenbrock-Wesselmann, Piums Bürgermeister Dirk Speckmann sowie Thomas Goldbecker-Meienberg (Steinhagen). Foto: Klaudia Genuit-Thiessen

„Die Bilder von dieser Unfallstelle haben Spuren hinterlassen. Einige Feuerwehrleute, aber auch unsere eigenen Kollegen werden weiterhin betreut“, sagte Erster Polizeihauptkommissar Uwe Ahlemeyer am Donnerstag beim traditionellen Besuch von Landrat Sven-Georg Adenauer auf der Polizeiwache in Halle. Begleitet wurde dieser von Polizeioberrat Dirk Zeller, Leiter Direktion Gefahrenabwehr und Einsatz. Auf der Wache eingefunden hatte sich auch Borgholzhausens Bürgermeister Dirk Speckmann, natürlich mit Lebkuchen.

Der Landrat präsentierte wie üblich einige Zahlen aus der Polizeistatistik für das laufende Jahr. Vor allem freute er sich über so wenig Straftaten wie kaum jemals zuvor, nämlich weniger als 16.500 im Kreis Gütersloh. In Halle gab es 109 weniger als im Vorjahr, nämlich nur noch 624, in Steinhagen 458 und damit 56 weniger als im vergleichbaren Zeitraum 2018.

Obwohl der wirtschaftsstarke Kreis Gütersloh die höchste Fahrzeugdichte in Deutschland pro 10.000 Einwohner hat, bleibe die Unfallzahl einigermaßen konstant niedrig, sagte Adenauer. Bis zum Oktober habe es zwar wieder 59 Verkehrsunfälle mit Personenschaden in Halle gegeben. Glücklicherweise seien alle ohne Todesopfer geblieben. 19 Unfälle mit schwer verletzten Menschen, 30 mit Fahrrädern und Pedelecs wurden registriert. Alles überschaubare Zahlen, ebenso wie in Werther, wo sich bis Oktober vor allem die Unfallzahlen „sehr positiv“ entwickelt haben. Apropos Werther: Noch immer laufen die Ermittlungen in Sachen Randale. Ganz aktuell ist eine Tätergruppe aus Bielefeld bekannt geworden, die wohl auch einen Bezug nach Werther und möglicherweise diverse Fahrzeugaufbrüche auf ihrem Konto hat. Eine zweite Tätergruppe gebe es ohne räumlichen Bezug.

In Steinhagen blieben die Unfallzahlen mit Personenschaden ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres (37). „In Steinhagen haben wir mit 60,7 Prozent eine sehr hohe Aufklärungsquote“, stellte Sven-Georg Adenauer fest.

Zur Sprache kam auch die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen. Vor allem die Ordnungspartnerschaften haben sich bewährt. Gleichwohl hofft der Landrat, dass der Kreis von den Neueinstellungen (2500 auf Landesebene) profitiert. Derzeit sind 485 Polizeikräfte im Dienst. Dirk Zeller: „Ziel ist es nach wie vor, mehr Personal auf die Straße zu bekommen, trotz der anstehenden hohen Pensionierungszahlen.“

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