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Spatenstich an Kölkebecker Tennisplätzen in Halle: Projekt wird mit 30.000 Euro gefördert

In die Zukunft investiert

Halle-Kölkebeck (WB). „Für uns ist es die größte Investition seit dem Bau der Tennisanlage. Eine Investition in die Zukunft“, betont der Vorsitzende der Tennisabteilung der TSG Kölkebeck-Bokel, Norbert Fuest. Er hat einige Mitglieder, Nachbarn und Vertreter der Politik am Kölkebecker Clubhaus begrüßt – zum offiziellen ersten Spatenstich zur Sanierung der in die Jahre gekommenen Tennisplätze.

Malte Krammenschneider

Freuen sich über die Sanierung (v. l.): Reinhard Stricker (Vorsitzender Stadtsportverband), Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann, Oliver Reiß (Vorsitzender TSG Kölkebeck-Bokel), Norbert Fuest (Vorsitzender Tennisabteilung) und Siegfried Stock (Platzwart). Foto: Malte Krammenschneider

Wie Norbert Fuest verdeutlicht, seien im Jahr 2019 „viele glückliche Umstände“ zusammengekommen, die das schon lange geplante Vorhaben voranbrachten. Auf einem Lettland-Besuch mit der Haller Delegation sei er von den Ratsmitgliedern Elke Rosenthal und Axel Reimers (beide CDU) darin bestärkt worden, bei der Stadt einen Förderantrag zu stellen. Mit der Unterstützung von Reinhard Schacht (ebenfalls CDU) sowie Karl-Heinz Wöstmann (UWG) sei der Antrag dann eingebracht und am 21. November desselben Jahres einstimmig angenommen worden.

Sogar 5000 Euro mehr als beantragt

Weitere Unterstützung für das Sanierungsvorhaben eröffnete sich durch den Hinweis des Stadtsportverbandsvorsitzenden Reinhard Stricker, der auf das von der Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, ins Leben gerufene Zuschuss-Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ hinwies – aufgelegt mit einem Etat von 300 Millionen Euro. „Am 28. Juli 2020 haben wir die Zusage erhalten. Unser Projekt wird mit einer Quote von 80 Prozent – sprich 30.000 Euro – gefördert“, erklärt Fuest. Das seien sogar 5000 Euro mehr als beantragt. Die TSG Kölkebeck-Bokel sei damit einer der ersten Vereine, die vom Förderprogramm des Landes NRW profitieren.

Los geht es mit dem Umbau der Plätze. Gemeinsam mit den Partnerfirmen Olaf Krause (Abtrag der Deckschichten) und Andreas Sprengelmeyer (Wiederaufbau der Ascheschichten) hat Platzwart Siegfried Stock ein Konzept erarbeitet, das unter den sonst üblichen Kosten von 15.000 bis 20.000 Euro für die vier Plätze liegt. „Es wird dabei vor allem auf eine funktionierende Drainage geachtet. Dafür sorgt eine 0/32er Schicht, eine dynamische Schicht aus Lava und schließlich das Ziegelmehl“, berichtet Siegfried Stock, der lange Jahre für die Firma Polytan im Sportstättenbau tätig war.

Auch die kleineren Vereine unterstützen

Von dem aufwändig konzipierten, knapp 40 Zentimeter dicken Unterbau der Plätze ist auch Halles Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann beeindruckt, die verdeutlicht, dass ihr auch die kleinen Vereine am Herzen liegen. „Man muss sie erhalten und damit die Ortsteile unterstützen“, sagt das scheidende Stadtoberhaupt. Wenn alles nach Plan läuft, können Tennisbegeisterte übrigens zum Auftakt der kommenden Saison – Ende April/Anfang Mai 2021 – die neuen Courts bespielen. „Hoffentlich ist Corona dann kein so großes Thema mehr“, spricht Norbert Fuest vielen aus der Seele. Denn die Pandemie habe das Vereinsleben der aktuell 100 Mitglieder großen Tennisabteilung stark beeinträchtigt. Nun gelte es, nach vorne zu blicken.

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