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Halles SPD-Bürgermeister-Kandidatin Edda Sommer stellt sich vor

„Kenne in Halle jeden Zipfel“

Halle (WB). Die offizielle Wahl durch den Ortsverein ist erst für den 14. Februar terminiert und auch ein politisches Programm hat die designierte Bürgermeister-Kandidatin der SPD noch nicht zu bieten. Doch ein paar grundlegende Botschaften sind es dann doch, die Edda Sommer zusammen mit der SPD-Spitze beim ersten Vorstellungstermin vor der Presse vermitteln möchte. Zum Beispiel die: „Ich bin hier aufgewachsen und kenne in Halle jeden Zipfel. Ich weiß, welch unterschiedliche Bedürfnisse die Leute hier haben. Und ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen.“

Stefan Küppers

Das SPD-Führungsteam unterstützt Edda Simmer (3.v.l.) als Bürgermeister-Kandidatin: (von links) Karin Otte, Wolfgang Bölling, Jörg Witteborg (Wahlkampf-Manager), Anke Ruprecht (engeres Helfer-Team) und Ulrike Sommer (Parteivorsitzende) Foto: Stefan Küppers

Warum die 41-jährige Tochter der SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Ulrike Sommer, die im Frühjahr 2019 in den Stadtrat nachgerückt war, bereits seit dem vergangenen Herbst im Fokus als mögliche Bürgermeister-Kandidatin im Blick war, erläuterte Wolfgang Bölling: „Uns war es wichtig, eine Kandidatin vor Ort zu finden und einen Generationswechsel einzuläuten.“ Denn eine Bürgermeisterin solle vor Ort über soziale Kontakte verfügen, wissen, wie die Menschen hier tickten. Ihn erfreut die Vielfalt bei Edda Sommer, nämlich die wissenschaftliche Ausbildung im Studium und die handwerkliche Lehre als Tischlerin.

Das Handfeste liegt Sommer

Das Handfeste liegt Sommer, die launig davon erzählt, wie sie sich nach dem Abi am KGH bei Tischlermeister Erke in Halle durchbeißen musste. Es folgte das Studium zur Landschaftsarchitektin und danach fast zwölf Jahre im Haller Landschaftsbaubetrieb Krause, bevor sie dann als Bauleiterin in einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb mit 23 Mitarbeitern in Harsewinkel wechselte. „Dort bin ich sehr zufrieden“, sagt sie. Und dennoch jetzt die Kandidatur als Bürgermeisterin.

„Ich war schon immer politisch“, sagt Edda Sommer und verweist auf die Prägung in ihrem Elternhaus. Zwei Jahre (2006-2008) war sie sogar im SPD-Kreisvorstand, doch dann ließ es wieder wegen der Belastungen durch Beruf und den Handball, den sie bei Union Halle auf Spitzenniveau spielte (3. Liga), wieder bleiben.

Wohlergehen der Ortsteile ist ihr ebenfalls besonders wichtig

Konkrete Festlegungen zu kontroversen Themen vermeidet sie. Doch dass ihr als in Künsebeck aufgewachsene das Wohlergehen der Ortsteile besonders wichtig sind, sollen alle wissen. Man könne sich eben nicht nur um die Innenstadt kümmern. Auf die Frage, wie sie denn zu einer später mal möglichen Erweiterung des Ravenna-Parks in Künsebeck stehe, betont sie zum einen die Belange des Naturschutzes, aber auch dass der Flächenverbrauch eingedämmt werden müsse.

Und auch bei den strittigen Verkehrsfragen in Halle benennt sie ihr Prinzip, wie sie als Bürgermeisterin solche Fragen angehen würde: Erst einmal die unterschiedlichen Optionen und Meinungen hören und dann sehen, was möglich und machbar ist. „Wie kann ich Dinge so gestalten, dass ich in der Bevölkerung eine Mehrheit dafür gewinnen kann“, nennt sie mehrfach als ihr Arbeitsprinzip. Und Edda Sommer spricht davon, dass das Rathaus in seiner Arbeit und im Erklären von Beschlüssen noch transparenter werden solle. Mehrheitsentscheidungen seien dann allerdings auch zu akzeptieren.

Als Verwaltungschefin wolle sieden Mitarbeitern gegenüber „ehrlich und tolerant“ agieren. Sie glaubt ein gutes Gespür dafür zu haben, wen sie gerade vor sich hat. Und Edda Sommer verdeutlicht, dass sie durch verschiedene Führungsrollen in Beruf oder Sport es gewohnt ist, Dinge voran zu schieben und in Verantwortung zu gehen. Eines betont sie zum Abschluss: „Ich bin ein total normaler Mensch, mit dem jeder reden kann.“

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