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Ein Fünftel der Wahlberechtigten: Anteil der Briefwähler steigt in Halle deutlich

Kreuzchen bequem zu Hause

Halle (WB/pes). Es ist Bundestagswahl – und kaum jemand geht hin? Durchaus eine Zukunftsperspektive, denn schon in diesem Jahr wird ein Fünftel der Wahlberechtigten ihre Kreuzchen für Erst- und Zweitstimme entweder zu Hause oder direkt in der Wahlkabine im Rathaus machen.

Olaf Sorge und Ina Schmal haben bereits viele Kästen mit den roten Briefwahl-Umschlägen gepackt. Die werden auch erst am Wahlabend nach 18 Uhr im Rathaus ausgezählt. Foto: Klaus-Peter Schillig

Im Wahlbüro im ersten Obergeschoss des Rathauses II an der Graebestraße werden gerade die bereits zurückgekommenen roten Wahlbriefe zwischengelagert. 2400 rund sind es, die Ina Schmal schon sortiert hat nach Stimmbezirken. Auffallen sei, sagt Ina Schmal, dass deutlich mehr Briefwähler aus dem Innenstadtbereich kommen als aus den ländlichen Bereichen.

Ausgezählt werden die per Brief eingegangenen Stimmzettel allerdings nicht in den Wahllokalen, sondern im Rathaus. Erst nach 18 Uhr werden die Umschläge geöffnet und die Stimmen ausgezählt - parallel zu den Stimmbezirken. Dafür wurden drei Briefwahlbezirke gebildet (einer mehr als vor vier Jahren), damit nicht alle 3205 Stimmzettel von einer Mannschaft gezählt werden müssen.

Freitag gibt es noch Wahlscheine

So viele Wahlscheinanträge haben jedenfalls bis Donnerstag im Rathaus vorgelegen. Dafür muss man noch nicht einmal persönlich erscheinen, sondern kann die Unterlagen auch bequem online anfordern. Je näher die Wahl rückt, desto mehr sollte man aber den Postweg im Auge behalten. Oder selbst kommen. Das Bürgerbüro ist Freitag, 22. September, bis 13 Uhr, das Wahlbüro in Rathaus II bis 18 Uhr geöffnet.

»Wir können natürlich nicht garantieren, dass die Wahlunterlagen noch rechtzeitig ankommen«, sagt Olaf Sorge, der Leiter des Wahlteams im Rathaus. Das gleiche gilt auch für den Weg der Wahlunterlagen zurück ins Rathaus. Zwar wird speziell diese Wahlpost noch einmal am Sonntag an die Rathäuser ausgeliefert. Verlassen sollte man sich darauf besser nicht. Sicherer sei es, den Umschlag mit den Wahlunterlagen direkt in einen der Briefkästen an den Rathäusern I und II einzuwerfen.

Stimmbezirke neu zugeschnitten

Die Wähler in der Innenstadt müssen sich auch auf etwas anders zugeschnittene Stimmbezirke einstellen. Unter anderem wegen der neuen Wohngebiete gibt es jetzt insgesamt zwölf statt, wie bisher, elf Stimmbezirke. Das Kreisgymnasium ist wegen der nicht barrierefreien Zugänge auch kein Wahllokal mehr.

Der Stimmbezirk sechs (Schulzentrum) wird übrigens wieder, wie schon zur Landtagswahl, für statistische Erhebungen genutzt. Die Stimmzettel sind mit Buchstaben gekennzeichnet, weil sie nach Geschlecht und Altersgruppen ausgewertet werden. »Anonymität und Wahlgeheimnis sind gewährleistet«, sagt Olaf Sorge.

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