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Sonne und Schneemassen locken hunderte Bürger auf den Haller Hausberg und den Teuto

Mit Schwung durchs Winterparadies

Halle

Ob Knüll, Große Egge, Gartnisch- oder Schützenberg: Die aktuell im zauberhaften Weiß daherkommenden Hänge des Teutoburger Waldes luden am Wochenende förmlich dazu ein, seinen eingestaubten Schlitten aus dem Keller zu holen und die mittlerweile gut ausgefahrenen Pisten hinunterzusausen.

Malte

Dieser junge Mann hat kurzerhand sein Snowboard herausgeholt. Zwar ist die Abfahrt nicht allzu lang – Spaß macht es trotzdem. Foto: Malte Krammenschneider

So macht es zum Beispiel Ellen Flocke, die mit ihrer Familie am Samstag zum Haller Schützenberg gekommen ist, um eine gute Zeit zu verleben und die zauberhafte Winter-Atmosphäre zu genießen. „Es ist total schön hier. Toll, dass die Kinder so etwas erleben können“, sagt Ellen Flocke, bevor sie sich wieder mit Sohnemann Kasimir auf den Weg macht, um den Hang unterhalb der Kaffeemühle ein weiteres Mal mit ihrem Schlitten zu befahren.

Ohnehin herrscht an diesem traumhaften Wintertag ein reges Treiben im Haller Stadtwald und man wird das Gefühl nicht los, man befände sich in einem kleinen Ski-Ort. Menschen in Ski-Anzügen, Schlitten in allen Farben und Variationen, Ski- und sogar Snowboardfahrer sind zu beobachten. Manche stoßen sogar mit einem Glas Sekt an, es werden tolle „Winter-Selfies“ geschossen und für den Moment scheint Corona ganz weit weg zu sein. Die Leute sind froh darüber, einfach mal etwas unternehmen zu können und trotz des zeitweise großen Andrangs darum bemüht, Abstände einzuhalten.

„Gerade für die Kinder ist das schon etwas Besonderes. So viel Schnee haben sie hier noch nie gesehen“, sagt Christopher Parohl, der mit seinen beiden Söhnen Finn und Mats zum Rodeln an die Kaffeemühle gekommen ist. Dort herrschen nach einer Woche Rodel-Betrieb übrigens ideale Bedingungen, die auch so manch Zögernden dazu verleitet, den Hang hinunterzufahren.

Udo Bilz aus Bielefeld zeigt derweil keine Scheu. Vielmehr demonstriert er Tochter Ella, wie man sich auf einem Holzschlitten positionieren muss, um heile unten anzukommen. Den Hang am Schützenberg kenne er übrigens aus dem FF. „Ich bin in Halle aufgewachsen und hier schon als Kind gefahren“, so der Familienvater, bevor es freudestrahlend mit Ella den Berg hinuntersaust.

Auch auf den anderen „Rodel-Strecken“, wie oberhalb der Friedhofskapelle, am Knüll oder an den Hesselner Bergen ist am Wochenende viel los. Am Vennteich haben sich sogar einige Mutige mit Schlittschuhen auf die Eisfläche gewagt und manch einer befährt die zuletzt nur punktuell geräumten Wege abseits der größeren Straßen mit Langlauf-Skiern. Winter-Szenen, wie sie in Halle schon lange Zeit nicht mehr zu sehen waren.

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