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Original Egerländer begeistern 450 Zuhörer im Event-Center

Mitschunkeln bei Mosch-Musik

Halle (WB). »Wir wollen mit unserer böhmischen Blasmusik das Andenken des Ernst Mosch bewahren«, erklärte der Leiter der »Original Egerland-Musikanten«, Markus Schröer, kurz vor Konzertbeginn.

Malte Krammenschneider

Moderator Carsten Elges (links) steckte nicht nur den musikalischen Leiter Markus Schröer mit seiner guten Laune an. Foto: Malte Krammenschneider

Sein Vater Wilfried hatte die vielfach ausgezeichnete und durch Rundfunkauftritte bekannte gewordene Musikgruppe vor etwa 20 Jahren ins Leben gerufen, und seither Tausende Zuhörer im deutschsprachigen Raum begeistert. Am Sonntag gastierten sie im Gerry Weber Event-Center. Etwa 450, zum großen Teil ältere Zuhörer wollten sich den Auftritt nicht entgehen lassen und sollten nicht enttäuscht werden. Mit 33 schwungvollen Stücken, darunter »Rauschende Birken«, »Die Löffelpolka«, »Drei weiße Buchen« oder dem »Schneewalzer« gelang es den Protagonisten nämlich schnell für gute Laune beim Publikum zu sorgen. Es brauchte nicht lange, da tanzte auch schon das erste Paar vor der Bühne. Doch die Mehrheit des Publikums zog es vor, auf ihren Sitzen gemeinsam zu schunkeln.

»Es ist das weiche und voluminöse Zusammenspiel, das die Zuhörer so lieben.«

»Es ist das weiche und voluminöse Zusammenspiel, das die Zuhörer so lieben. Auf den Flügeln mit Trompete und Flöten – in der Mitte ein kräftiger Maschinenraum mit Tuba und Posaunen«, sagte Markus Schröer. Wichtig ist es dem Hannoveraner dabei, der ursprünglichen »Mosch-Besetzung« des Orchesters, so nahe wie möglich zu kommen.

Der von seinen Fans »König der Blasmusik« genannte Ernst Mosch gründete einst die »Original Egerländer Musikanten« und machte die böhmische Blasmusik weltweit bekannt. »Nach seinem Tod 1999 wollte mein Vater, dass die Musik nicht in Vergessenheit gerät. Seitdem touren wir durch Deutschland«, erzählte Markus Schröer, dessen Orchester sich aktuell aus 25 professionellen Musikern aus dem gesamten Bundesgebiet zusammensetzt.

Moderiert wurde das knapp zweieinhalb stündige Konzert übrigens von Carsten Elges, der auf charmante Art und Weise durch den Nachmittag führte. Er kündigte dabei nicht nur die einzelnen Lieder, sondern auch den einzigen Sänger der Egerländer-Musikanten an. Siegfried Dammeyer verzückte das Publikum mit seiner markanten Stimme und Titeln wie »Kleines Grammophon«. »Wir spielen heute ausschließlich alte Klassiker. Das wollen die Leute von uns hören«, sagte Markus Schröer, der sich darüber freut, dass sich immer noch viele Menschen für die »Mosch-Musik« begeistern können.

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