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»Martin Luther King«: 1000 Sänger sollen in Halle auf der Bühne stehen

Mitwirken am großen Traum

Halle (WB). Der Umzug des Chormusicals »Martin Luther King« von der geschlossenen Kampa-Halle in Minden ins Gerry-Weber-Stadion nach Halle eröffnet hiesigen Hobbysängern die Gelegenheit, kurzfristig noch einzusteigen in ein gigantisches Projekt. Wer gemeinsam mit etwa 1000 anderen Sängern am Samstag, 22. Februar, auf der Bühne stehen möchte, kann sich jetzt melden.

Margit Brand

Große Bühnenshow: Das Chormusical »Martin Luther King« zieht von Minden nach Halle um. Die Aufführung ist am 22. Februar. Foto: Stiftung Creative Kirche

Bereits 2017 hatte die Stiftung Creative Kirche eine imposante Aufführung im Stadion. 1500 Sänger wirkten damals beim Pop-Oratorium »Martin Luther« mit. Nun folgt  an diesem Ort in Kooperation mit der Evangelischen Kirche von Westfalen sowie den Kirchenkreisen im Umkreis unerwartet das Chor-Musical über das Leben und Wirken des Bürgerrechtlers Martin Luther King. »Ein Traum erobert die Welt«, lautet der Untertitel in Anlehnung an seinen Wunsch nach einem gleichberechtigten Miteinander aller Menschen.

Aus Halle und Umgebung bis zu 300 weitere Sänger erhofft

Das wesentlich größere Stadion ermöglicht es, noch mehr Chöre und Einzelsänger einzubinden. Ganz auszuschließen ist freilich auch nicht, dass einige der rund 800 bereits gemeldeten Teilnehmer abspringen, wenngleich für einen Transfer  gesorgt wird. »Wir hoffen, aus Halle und Umgebung 200 bis 300 weitere Sänger gewinnen zu können«, sagt Aurelia Weritz vom Projektmanagement. »Zusätzliche Regionalproben sind anberaumt.«

So gibt es am Samstag, 23. November, um 13 Uhr eine große Übungseinheit in der Petri-Kirche in Bielefeld. Die Hauptprobe ist für den 16. Februar 2020 anberaumt; ein Ort steht noch nicht fest. Die Generalprobe ist ab 14 Uhr am Aufführungstag.

Mit »I have a dream« zur Legende

Anmelden können sich über die Homepage www.king-musical.de/halle ganze Chöre genauso wie Einzelsänger. Falls diese sich vorübergehend einem Projektchor anschließen möchten, finden sie dort ebenfalls Informationen. »Mitmachen kann jeder. Ein Casting gibt es nicht. Die Stücke sind so angelegt, dass auch Laien Spaß bei den Proben und der Aufführung haben«, versichert Aurelia Weritz.

Bundesweit bereiten sich derzeit 15.000 Menschen auf das Tournee-Musical um den US-amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King vor, der mit dem Satz »I have a dream« zur Legende wurde. Projektleiter Marcel Volkmann erklärt, was das Projekt ausmacht: »Ziel ist es, dass am Ende eine Profi-Bigband, internationale Solisten und Laien zusammen auf der Bühne stehen. So haben Chöre die Chance, Musik auf einem neuen Level zu machen.«

Erzählt wird die Geschichte des Baptistenpastors und Bürgerrechtlers Martin Luther King (1929-1968). Das Musical beginnt mit seiner Ermordung und arbeitet mit Rückblenden. Dem Chor fällt dabei eine besondere Rolle zu: »Er ergreift Partei, er wechselt Partei und er diskutiert mit«, sagt Marcel Volkmann. Im Vordergrund stehe der Unterhaltungsaspekt: »Es wird stellenweise sehr emotional werden.«

Projektleiter Marcel Volkmann

Er sieht in dem Stück obendrein auch einen aktuellen Bezug: »Martin Luther King hat sich für diejenigen eingesetzt, die keine Stimme hatten, und gegen Rassentrennung gekämpft. Das tun wir auch. Ich sehe den Chor als Vorstufe der Demonstration, um gegen Diskriminierung anzukämpfen.« Martin Luthers Traum solle in Form des Musicals weitergelebt werden.

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