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Neuer TfK-Verbund ab August – Gerry-Weber-Kindergarten braucht Hilfe

Noch gibt’s Restplätze in Kitas

Halle (WB). Eltern, die gerade online die dritte Absage für das nächste Kindergartenjahr bekommen haben, brauchen noch nicht verzweifeln. Wer noch einen freien Platz in einer Haller Kita sucht, sollte sich unbedingt mit dem Jugendamt des Kreises Gütersloh in Verbindung setzen, rät Fachbereichsleiterin Regina Bresser.

Klaudia Genuit-Thiessen

Im Haus des Kirchenkreises in Halle arbeitet Andrea Isenburg als neue Geschäftsführerin des TfK-Verbundes. Foto:

Das Online-Anmeldeverfahren, das gerade Premiere hat, und die neuen Regelungen im Kibiz sind nicht die einzigen Herausforderung für die Arbeit für die Arbeit in den heimischen Kitas. Der Kirchenkreis Halle stellt seine Kitas deshalb auf eine professionelle Basis: Zum 1. Februar hat Andrea Isenburg als Geschäftsführerin des brandneuen TfK-Verbundes für die demnächst 23 Kitas im Ev. Kirchenkreis ihre Arbeit aufgenommen. Sie kümmert sich im neuen Verbund um Finanz- und Personalfragen im neuen Verbund, der übrigens zum 1. August seine Arbeit aufnimmt. Die pädagogische Arbeit begleitet Kindergartenfachberatung Marlene Ens. Superintendent Walter Hempelmann: »Im Rahmen der Verpflichtungen durch das Kibiz konzentrieren wir die Kräfte. Der neue Verbund soll auch die Presbyterien entlasten und die Pfarrer, die dann mehr Zeit für Seelsorge, Verkündigung und damit auch für Gottesdienste mit Kindern bekommen.«

Geschäftsführerin kümmert sich um Personal und Finanzen

Andrea Isenburg (49) stammt übrigens aus Versmold und bringt einige Erfahrung in der Verwaltungsarbeit mit. Sie hat im Landeskirchenamt in Bielefeld gearbeitet, ist ihrem Ehemann dann nach Dortmund gefolgt und hat das internationale Kunstfestival Ruhrtriennale in personeller Hinsicht mit aufgebaut, bevor sie selbständig unterwegs war. Nach einigen Stationen im Krisen- und Interimsmanagement freut sie sich jetzt über die Rückkehr in den Kreis Gütersloh. In der Arbeit beim Kirchenkreis sieht sie Perspektiven beim Aufbau der Personalstruktur des neuen TfK-Verbundes, der derzeit etwa 315 Mitarbeiter beschäftigt: »In den Kitas wird eine tolle Arbeit unter schwierigen Bedingungen geleistet. Und es gibt immer irgendwo personelle Engpässe. Deshalb nehmen wir schon jetzt Initiativbewerbungen für das neue Kindergartenjahr entgegen.«

Zurück zum Anmeldeverfahren für das neue Kindergartenjahr: Noch läuft die Frist, in der Eltern den Betreuungsvertrag mit einem Kindergarten unterzeichnen können. »Und es wird immer noch Restplätze geben«, beruhigt Regina Bresser im Hinblick auf die Gruppenstrukturen, aber auch auf Betreuungen durch Tagesmütter. Bei Fragen und Problemen mit dem Kivan-Programm helfe die Stadt gern. »Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigt, dass es oft erst dramatischer aussieht als es dann ist.«

Um Hilfe gebeten hat übrigens die Gerry-Weber-Kita: Angesichts des drohenden Stellenabbaus hofft das Unternehmen, dass die Stadt Halle, die sich bekanntlich in der Einrichtung »eingekauft« hat, den kompletten Trägeranteil für die Betriebs-Kita übernimmt, also gut 50.000 Euro mehr als geplant. Darüber berät die Politik in der kommenden Woche.

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