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Hohe Auszeichnung für Jule Hannah Tappe von der "Ravensberger Erfinderwerkstatt" in Halle

NRW-Umweltpreis für 17-jährige Jungforscherin

Halle/Recklinghausen

Eine hohe Auszeichnung des Landes NRW hat die 17-jährige Jule Hannah Tappe von der "Ravensberger Erfinderwerkstatt" aus Halle erhalten. Auch zwei Grundschüler aus Halle sahnten bei Preisen ab.

Die erst 17-Jährige erhielt den Umweltpreis des Landes NRW: Jule Hannah Tappe von der Ravenberger Erfinderwerkstatt aus Halle. Foto: ©Stiftung Jugend Forscht e V. /Lauterbach

Zum Abschluss eines erfolgreichen Forscherjahres wurde die 17-jährige Jule Tappe (Ravensberger Erfinderwerkstatt) für ihre Untersuchungen zum Thema „Carotinoide - Eine Alternative mit Zukunft? Färbung von Baumwolle mit Carotin.“ mit den 1. Platz des NRW-Umweltpreises in der Kategorie Jugend Forscht ausgezeichnet. Die Jungforscherin erhielt von der Osthushenrich-Stiftung aus Gütersloh wichtige finanziell Unterstützung, die ihr einige entscheidenden Experimente erst ermöglichten.

Jule räumt auch bei  "Jugend forscht" ab

Zuvor hatte Jule mit dem Projekt bereits den OWL-Regionalwettbewerb mit der besten interdisziplinären Arbeit und den NRW-Landeswettbewerb mit der besten Arbeit im Bereich Chemie gewonnen und sich damit für den Bundeswettbewerb Jugend Forscht in Lübeck qualifiziert, an dem sie erfolgreich teilnahm und den viertägigen Austausch mit Jungforschern aus dem gesamten Bundesgebiet genoss.

Dickes Lob: "Deine Ansätze weisen den Weg."

Im Rahmen der Feierstunde hielt Frau Dr. Barbara Köllner die Laudatio und stellte heraus: „Du hast mit großem Fleiß untersucht, wie sich Carotinoide als alternative natürliche Färbemittel für Baumwollgewebe nutzen lassen. Dabei hast Du Dich an etablierten Färbetechniken orientiert, die mit eigenen Formulierungen auf Basis von Naturstoffen nachgestellt wurden. Zur Verbesserung der Waschechtheit hast Du verschiedene Methoden entwickelt und optimiert. Besonders beeindruckend war die systematische und akribische Arbeitsweise. Deine Ansätze für eine weiterführende Modellbildung auf Basis mikroskopischer und chemischer Betrachtungen weisen den Weg für weitere Untersuchungen.“

Die Preisübergabe inklusive Urkunde erfolgte durch Victor Haase, Abteilungsleiter des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, der darauf hinwies, dass Forschen auch die Möglichkeit eröffne, damit Geld zu verdienen.  Und er wies auf Förderprogramme für grüne Gründungen und Startup-Förderungen durch das Land NRW hin.

Hugo Depenbrock (links) und Paula Witteborg haben einen Mehlkleister entwickelt, den sie im Kunstunterricht einsetzen wollen. Foto: Malte Krammenschneider

Auch Haller Grundschüler bekommen Preis

Im Rahmen der Feierstunde wurde auch das von Christine Haschke betreute Team der Grundschule Gartnisch ausgezeichnet. Hugo Werner Depenbrock (10) und Paula Witteborg (9) begegneten in der Sparte Schüler Experimentieren den 3. Platz beim NRW-Umweltpreis mit ihrem gleichfalls viel beachteten Projekt „Mehlkleister eine starke Sache“. Damit hatten sie zuvor sowohl den Regionalwettbewerb als auch Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ gewonnen.

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