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Neue Ausstellung mit 80 Werken auf der Haller Museumsinsel

Oase voller Träume

Halle (WB/mat). Eigentlich ist Jörg Spätig kein Freund großer Worte. Deshalb waren es auch vielmehr seine mythischen Skulpturen, die bei der Eröffnung der Ausstellung auf der Museumsinsel die Aussagen trafen.

Rainer und Christa Hartmann aus Melle sind Stammgäste auf der Museumsinsel. Sie betrachten eine Skulptur. Foto: Sara Mattana

»Meine Skulpturen sind eigentlich selbstredend«, sagt Jörg Spätig, dessen Werke ebenso wie die Makrofotografien des Berliner Fotografen Reinhard Görner nun einen Monat lang in den blumenumrankten Kolonnaden der Haller Museumsinsel zu sehen sind.

So wurde bei der Vernissage auf Erklärungen und lange Reden verzichtet. Stattdessen begaben sich die Besucher auf eine fantasievolle Wanderung durch die Welt sagenumwobener Kreaturen und ungewöhnlicher Perspektiven, während ihnen der Meller Cellist Willem Schulz ein besonderes Klangerlebnis bescherte.

»Es geht um eine Gesamtinszenierung des Ortes. Das ist wie eine Oase der Kultur«, sagt Museumsleiter Bernhard Strecker, der sich seinen Besuchern anschloss, als diese in beinahe andächtiger Stille dem Weg des Musikers folgten. Denn statt nur die Begleitmusik zu liefern, wurde Willem Schulz selbst zum Mittelpunkt der Ausstellung, als er durch den schmalen Weg der Kolonnaden schritt und dabei Stück für Stück die insgesamt 80 Kunstwerke zum Leben erweckte.

»Die Veranstaltungen hier sind immer ganz besondere Events, deshalb kommen wir gern her. Es geht bei der Ausstellung nicht um Kommerz, sondern es sind Werke, die mit dem Herzen gemacht wurden«, sagt Rainer Hartmann, der gemeinsam mit seiner Frau Christa schon lange zu den Stammgästen auf der Museumsinsel zählt. Vor allem die ausgefallenen Figuren Spätigs gefielen ihm dabei besonders.

»Die Werke sind in Anlehnung an Mythologien entstanden. Dabei interessiert mich die Vermischung von Ideen, Träumen und Realitäten«, sagt Jörg Spätig, der lange Zeit in der Alten Lederfabrik tätig war und mittlerweile in Borgholzhausen lebt. Auch sei es das Spielen mit verschiedenen Materialien und Formen, das ihm immer wieder Freude bereite, sagt Spätig.

Denn obwohl alle seine Skulpturen über ein Draht- oder Metallgestell als Grundlage verfügen, werden sie von unterschiedlichen Materialien wie Alufolie oder Gips umhüllt. »Oft bringe ich Materialien zusammen, die nicht zusammen gehören. Ich mag es, neue Möglichkeiten zu entdecken«, sagt Jörg Spätig.

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