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Grüne wollen, dass die Stadt Halle ein 4,4-Hektar-Areal in Künsebeck wieder verkauft

Ohnehin kein Gewerbe geplant: Landwirtschaft soll bleiben

Halle-Künsebeck

Anstatt neue Gewerbeflächen auszuweisen und damit immer mehr Flächen zu versiegeln, sollte man zunächst die bestehenden geeigneten Gewerbeflächen heranziehen, fordern auch die Haller Grünen schon lange. In einem aktuellen Antrag richten sie den Blick auf eine 4,4 Hektar große Fläche im Bereich Pappelstraße/Tatenhausener Straße in Künsebeck. Die Grünen beantragen, die Stadt Halle möge diese Fläche verkaufen; das Areal solle dauerhaft in landwirtschaftlicher Bewirtschaftung bleiben.

Volker Hagemann

Um diese Fläche an der Pappelstraße geht es, die der Regionalplan-Entwurf ohnehin nicht als Gewerbebereich ausweist. Von links: die Grünen-Mitglieder Friederike Hegemann (Fraktionssprecherin), Veronika Karpf (Sprecherin Ortsverband), Ingrid Diekmann-Vemmer (Vorstandsmitglied und in diesem Wahlbezirk gewählt) und Jochen Stoppenbrink (Fraktionssprecher). Foto: Volker Hagemann

In ihrer Begründung beziehen sich die Grünen auf die Haushaltsrede von Bürgermeister Thomas Tappe und die Stellungnahme von Kämmerer Jochen Strieckmann zum Haushaltsplanentwurf. Beide hätten die Politik aufgefordert, angesichts eines „viel zu hohen“ städtischen Immobilienbestands Möglichkeiten vorzuschlagen, diesen Bestand zu reduzieren. „Also haben wir uns entschieden, diese 4,4 Hektar zwischen Tatenhausener und Pappelstraße vorzuschlagen“, erklärt Grünen-Fraktionssprecher Jochen Stoppenbrink. Ein Verkauf würde die städtische Liquidität verbessern, „denn beim Wert dieser Fläche lägen wir sicher im hohen sechsstelligen Bereich“, so Stoppenbrink.

Die Stadt Halle hatte die betreffenden Wiesen- und Ackerflächen vor Jahren, bereits gegen den Willen der Grünen, als Gewerbeflächenerwartungsland gekauft – doch im Entwurf zur Aufstellung des neuen Regionalplans sind sie gar nicht als gewerblicher und industrieller Nutzungsbereich (GIB) vorgesehen.

Grüne vermissen konkrete Vorschläge anderer Fraktionen

Mit Blick auf andere Fraktionen kritisiert Jochen Stoppenbrink: „Die FDP hat zwar beantragt, Immobilien zu veräußern, konkrete Vorschläge vermisse ich aber – ebenso bei der CDU.“

Über den Antrag der Grünen wird zunächst an diesem Mittwoch im Haupt- und Finanzausschuss entschieden, die öffentliche Sitzung in der Sporthalle Masch beginnt um 17.15 Uhr. Eine Woche später kommt das Thema in den Rat.

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