1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Halle
  6. >
  7. Optimistisch und voller Ideen

  8. >

Frank Hofen ist bereits seit mehr als einem halben Jahr der offizielle Innenstadt-Manager für Halle

Optimistisch und voller Ideen

Halle

Als neuer und offiziell bestallter Innenstadt-Manager von Halle will Frank Hofen eine Menge bewirken. Doch im aktuellen Shutdown gibt es dafür nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten. Dennoch hat der Kommunikationsexperte eine Menge Ideen und er bleibt optimistisch für die Zukunft des Standortes Halle.

Stefan Küppers

Frank Hofen vor seinem Büro in Halle am Rathaus II, wo er regelmäßig als Innenstadt-Manager für Sprechstunden erreichbar ist. Foto: Küppers

Was macht eigentlich ein Haller Innenstadtmanager, wenn diese Innenstadt sich über Monate in großen Teilen im Lockdown befindet? Nun, dieser Innenstadtmanager ist keineswegs untätig, führt jede Menge Gespräche und entwickelt Ideen für die Zeit, wenn es in Halle wieder richtig losgehen kann. Und vor allem ist dieser Manager ausgesprochen optimistisch, dass Halle aufgrund seiner Voraussetzungen optimistisch in die Zukunft blicken und auf eine positive Entwicklung des Geschäftsstandortes setzen kann.

Vom Stadion-Kommunikationschef zum Innenstadt-Manager

Frank Hofen ist seit mehr als 30 Jahren ein überaus bekannter und bestens vernetzter Akteur in Halle, der als Kommunikationschef der Veranstaltungsgesellschaft von Stadion und Eventcenter über 27 Jahre eine Vielzahl von Kontakten aufgebaut hat. Als er 2017 dort ausstieg, verpflichtete die damalige Bürgermeisterin den frisch gebackenen Rentner, um Stadtmarketing über den städtischen Förderverein voran zu bringen. Bei dieser Aufgabe hat Frank Hofen bereits eine Reihe von Akzenten gesetzt, sei es mit der neuen Weihnachtsbeleuchtung und Rathaus-Illuminierung oder auch bei der Durchführung von Sportaktionstagen in der Innenstadt. Auch die Kampagne „Kauf im Ort“ hat er in den letzten Jahren eng begleitet. Und seit Mitte vergangenen Jahres ist Frank Hofen offiziell Innenstadt-Manager der Stadt Halle, eine mit Landesmitteln geförderte Aufgabe, die aus dem Prozess für ein integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) hervorgegangen ist. Als die Position im Vorjahr zu besetzen war , hatte sich Hofen gemeinsam mit der in Halle gut bekannten Kommunikationsexpertin Elke Frauns vom gleichnamigen Büro in Münster für die Aufgabe beworben. Nach einer Ausschreibung erhielt das Duo den Zuschlag. Elke Frauns hat in dieser Stadt mit der Aktion „Halle handelt“ vor Jahren bereits viele Akzente setzen können, Von denen sind einige auch weiterhin ein Dauerthema, zum Beispiel die kreative Nutzung von Geschäfts-Leerständen für die temporäre Präsentation örtlicher Unternehmen, Dienstleister oder auch Künstler in sogenannten Pop-up-Stores.

Der energiegeladene Frank Hofen, dem man seine 76 Jahre Lebensalter nicht ansieht („Die Arbeit macht mir einfach Spaß.“), hat eine Menge Ideen, von denen einige Pandemie bedingt bisher ausgebremst worden sind. So würde der Innenstadt-Manager gerne mit Elke Frauns nicht nur über mögliche Mietzuschüsse für bis zu 300 Quadratmeter Fläche bei Beseitigung von Leerstand berichten, sondern auch das Förderprogramm für Hof- und Fassadengestaltung in der Innenstadt vorstellen. „Allein zu dieser Veranstaltung erwarten wir mehr als 100 Gäste. Sie ist wegen Corona schon vier Mal verschoben worden“, berichtet Frank Hofen.

Die örtlichen Akteure zusammen zu bringen, ist die wichtigste Aufgabe

Neben dem Ermöglichen von Förderungen sieht der Innenstadt-Manager als wichtigste Aufgabe, dass die verschiedenen örtlichen Akteure gemeinschaftlich für den Standort tätig werden. Hofen benennt beispielhaft den Förderverein der Stadt, die HIW, die Kampagne „Kauf im Ort“ sowie Handel und Gastronomie. Natürlich gehörten auch die Besitzer von Immobilien zu den wichtigen Akteuren. Die verbreitete Struktur in Halle, dass nämlich viele Geschäftsleute auch die dazu gehörige Immobilie besitzen, hält Hofen für einen großen Vorteil des Standortes. „Es gibt hier starke Unternehmen im Ort, die Einpendler und Mitarbeiter als neue Bewohner im Ort anziehen. Für die Stadt und den Handel gibt es deshalb hier viel Potenzial im Speckgürtel von Bielefeld“, betont Hofen. Er ist überzeugt, dass es nach dem Lockdown in Halle deshalb wieder richtig losgehen kann. Und er sieht für Halle auch im Umkreis eine starke Rolle. Gut wäre es daher aus seiner Sicht, wenn das Verhältnis zu den Nachbarkommunen nicht von Konkurrenzdenken, sondern vom Bemühen um Zusammenarbeit bestimmt wäre.

Mögliche Ideen hat Frank Hofen viele vor Augen. Sei es die (gastronomische) Belebung des Kirchplatzes oder auch ein neues Konzept für Veranstaltungen nach dem Motto „Halle blüht auf“. Warum nicht die Innenstadtkirmes im März feiern und im Mai ein großes Blumenfestival unter besagtem Motto auf die Beine stellen? Dies ist nur ein Gedanke. Für Frank Hofen ist wichtig, dass Ideen und Menschen zusammen gebracht werden.

In seinem kleinen Büro am Rathaus II (Zugang von der Goebenstraße) ist der Innenstadt-Manager immer montags (15 bis 19 Uhr) sowie freitags (9 bis 15 Uhr) erreichbar, auch unter Telefon 183-340. Außerdem kann man mit Frank Hofen über E-Mail unter innenstadt@hallewestfalen.de in Verbindung treten.

Startseite