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Bunte Menue-Revue im Rossini führt über die Meere und in die Häfen

Opus Arte, ahoi!

Halle (WB). Als Gastgeber Emil Sickendiek schon zur Begrüßung seine Schwimmweste anlegte, machten sich einige Besucher der Menü-Revue wohl auf einen stürmischen Abend gefasst – doch seekrank wurde im Saal des Rossini am Freitag und Samstag niemand.

Sara Mattana

18 Mitglieder von Opus-Arte-Opera stehen am Wochenende im Rossini auf der Bühne und begeben sich mit dem Publikum auf hohe See. Opus Arte sang Schlager und Evergreens, die sonst nirgendwo mehr live zu hören sind. Foto: Sara Mattana

Hohe Wellen der Begeisterung schwappten dennoch durch das Publikum, als die 18-köpfige Opus-Arte-Opera-Gruppe ins Scheinwerferlicht trat und so die liebevoll und detailgetreu gestaltete Kulisse zum Leben erweckte. Während diese das umtriebige Leben rund um das Hafenbecken nämlich nur andeutete, ließen die echten Seemänner nicht lange auf sich warten. Mit Kapitänsmütze, Matrosenjacke und schicken Kleidern entführten die fünf Sänger und 13 Sängerinnen die je etwa 70 Zuschauer am Freitag und Samstag unter dem Titel »Blume von Hawaii – du traumschöne Perle im Pazifik« in die Welt der Ozeane, Strände und Hafenkneipen.

Frischer Wind des Hamburger Hafens weht durch den Saal

Denn während der strahlend blaue Himmel über Halle fast schon einen Hauch von Südsee-Flair aufkommen ließ, mussten sich die Gäste bis zu dieser Station der musikalischen Reise noch ein wenig gedulden. Statt der lauen Sommerbrise fegte nämlich erst einmal der frische Wind des Hamburger Hafens durch den Saal. Denn dort sollte der Abend starten – mit zwielichtigen Gestalten wie »Mackie Messer« und einer umtriebigen Nacht auf der »Reeperbahn nachts um halb eins«.

»Bei diesen Veranstaltungen gefällt mir vor allem die Mischung der Musik. Wir singen Schlager und Evergreens, die sonst nirgendwo mehr live zu hören sind«, sagte Organisator Reiner Beinghaus. Und genau diese Mischung schien auch beim Publikum hervorragend anzukommen: Sowohl die beiden Veranstaltungen am Wochenende als auch der Auftritt am kommenden Freitag waren schnell restlos ausverkauft. Darüber freute sich auch Gastronom Emil Sickendiek, der die MS Rossini durch den Abend steuerte und seine Gäste mit frischen maritimen Speisen versorgte. Denn auch bei der dritten Auflage der Haller Menü-Revue sollte die Tradition fortgeführt werden, zwischen den vier musikalischen Akten ein Drei-Gänge-Menü zu servieren. Passend zum Motto des Abends landeten also Seawater-Gambas auf Mango-Melonensalat, Lachsfilet mit Avocado-Creme und Kokos-Panna Cotta auf den Tellern.

Musikalisch geht es auch ins sonnige Spanien und Italien

So waren die Gäste also bei jedem Zwischenstopp der MS Rossini bestens gestärkt, denn vom Hamburger Hafen ging es mal schunkelnd, mal wehmütig weiter in Richtung Spanien. Mit dem Stück »Spanish Eyes« hießen die singenden Matrosen also das Mittelmeer willkommen, bevor es später am Abend weiter ging ins sonnige Italien: Die fünf Herren sangen »O sole mio«, bevor Solistin Anke Brandt »Seemann, deine Heimat ist das Meer« anstimmte. Ebenfalls solo traten Angelika Meyer und Reiner Beinghaus vor das Publikum – schließlich lebte die Darbietung nicht nur vom großen Repertoire an Stücken, sondern vor allem von dem facettenreichen und stimmgewaltigen Gesang der Musiker. Und als diese die MS Rossini letztendlich mit »Blume von Hawaii« oder »Wo meine Sonne scheint« zurück in den Hafen brachten, durften sie sich über besonders lautstarken Applaus freuen.

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