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Bürgerinitiative Alleestraße weist mit Fahrradaktion und damit verbundenen Staus auf ein Problem hin

Protest gegen Haller Verkehrspolitik

Halle (SKü). Bereits zum dritten Mal in den vergangenen Jahren hat die Bürgerinitiative Alleestraße mit einer Fahrradaktion auf die ihrer Meinung nach verfehlte Haller Verkehrspolitik aufmerksam machen wollen. Für einen Zeitraum von etwa zwei Stunden haben zwischen acht und zwölf Teilnehmer auf ihren Fahrrädern die Alleestraße, die Bahnhofstraße, die Kättkenstraße und die Martin-Luther-Straße in einem Rundkurs befahren.

Stefan Küppers

Mit ihrer demonstrativen Gruppenfahrt auf Fahrrädern auf der Alleestraße und der Bahnhofstraße (im Bild) wollen die Mitglieder auf Probleme der Haller Verkehrspolitik hinweisen. Foto: Küppers

„Von Autofahrern beschimpft und geschnitten“

„Wir sind von vielen Autofahrern auf unseren Fahrrädern beschimpft und teilweise auch gefährlich geschnitten worden“, berichtet Helmut Rose als Sprecher der Bürgerinitiative über die aus seiner Sicht erwartbaren Reaktionen. Ein Google-Maps-Foto vom Donnerstagnachmittag, das Andreas Lüdeke von der Initiative herstellte, machte deutlich, wie stark die Fahrradgruppe bereits Staus verursacht hatte. Wie werde das wohl erst werden, wenn zum Beispiel hunderte Schüler von KGH und Gesamtschule die Alleestraße in der Fahrbahn befahren, hieß es.

Initiative erwartet einen neuen Generalverkehrsplan

Es sei mit dieser Aktion darum gegangen, erläuterte Helmut Rose, einmal darzustellen, was zu geschehen drohe, wenn die Fahrradfahrer gedrängt werden, im Fahrbahnbereich zu fahren. Genau das sehe die dritte Vorplanung des Verkehrsplanungsbüros Kaulen für die Alleestraße vor. Unabhängig von aktuellen Storck-Debatte bleibe die Verkehrsfrage für Halle ein wichtiges Thema, betont Rose. So werde es beispielsweise auch durch die Storck-Erweiterung neue Verkehrsströme in Halle geben. Rose: „Wir erwarten deshalb einen Generalverkehrsplan, der die Probleme ganzheitlich betrachtet. Halle ist und bleibt ein Mittelzentrum mit Versorgungsfunktion und es kommt darauf an, dass Bürger die Stadt sicher und zügig erreichen können.“ Im übrigen habe das Straßenverkehrsamt festgestellt, dass die Alleestraße in ihrem derzeitigen baulichen Zustand rechtssicher sei.

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