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Eines von bundesweit 30 Leuchtturmprojekten: Fördermitttel in Aussicht gestellt

Stadt will Veloroute B 68 mitfinanzieren

Halle (WB). Geldmangel soll dieses Leuchtturm-Projekt nicht scheitern lassen: Die Stadt Halle will die Veloroute ehemalige B 68 auf jeden Fall mitfinanzieren – auch wenn es auf den 360 Metern zwischen Werther Straße und Martin-Luther-Straße eng wird mit dem Platz für alle. Mit der Zusage der Politik kann nun ein Förderantrag für das ehrgeizige und äußerst anspruchsvolle Projekt gestellt werden, das das Fahrradfahren hierzulande leichter und sicher machen soll und vor allem als attraktiver Radweg für den Alltag mehr Berufspendler, die beispielsweise bei Storck, Baxter Oncology, Koyo oder Hörmann arbeiten, in die Pedale treten lassen.

Klaudia Genuit-Thiessen

Eine Veloroute soll das Radfahren auf der B 68 in der Haller Innenstadt sicherer machen.                       Foto: Klaudia Genuit-.Thiessen

Die Verbindungsachse auf der alten B 68 spielt deshalb „eine zentrale Rolle mit höchstem Potenzial“, ist man im Rathaus überzeugt, wo die Fäden des Projekts bei Eckhard Hoffmann als Abteilungsleiter Technik und Umwelt zusammenlaufen. Die Stadt Bielefeld, der Kreis Gütersloh, die Städte Borgholzhausen und Halle und die Gemeinde Steinhagen haben schon eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Vorläufige Ergebnisse liegen jetzt vor für einen außerorts einseitig geführten drei bis vier Meter breiten Radweg, der Begegnungsverkehr erlaubt und möglichst auf schon versiegelten Flächen verläuft.

Vollausbau im Stadtkern

Das Bundesverkehrsministerium hat die Veloroute als eines von deutschlandweit 30 Leuchtturmprojekten für den Radverkehr ausgewählt. Wenn ein Förderantrag gestellt wird, steht ein Zuschuss in Höhe von 75 Prozent der Gesamtkosten in Aussicht. Darüber hinaus gibt es unter Umständen einen zusätzlichen Landeszuschuss, informierte Eckhard Hoffmann den Bau- und Verkehrsausschuss. Radvorrangrouten könnten gegebenenfalls mit zehn bis 15 Prozent gefördert werden.

Der Antrag betrifft den Umbau einer 18,8 Kilometer langen Strecke (davon knapp 1,7 Kilometer als Baulast auf Haller Gebiet) zwischen Borgholzhausen-Bahnhof und Auffahrt zum Ostwestfalendamm in Quelle gestellt werden. Die Veloroute kostet laut Machbarkeitsstudie für alle Straßenbaulastträger zusammen maximal 10,3 Millionen Euro. Davon entfällt ein Batzen von zwei Millionen Euro auf die Lindenstadt: Für gut 1300 Meter Streckenabschnitte auf Haller Gebiet rechnet Eckhard Hoffmann für neue Fahrbahn und Markierungen von Schutzstreifen mit 350.000 Euro, jedenfalls wenn es ohne großen Umbau läuft. Eine Ausnahme bildet die Innenstadt. Der Vollausbau der Langen Straße zwischen Werther Straße und Martin-Luther-Straße, wo man die Vorgaben möglicherweise nur mit Tempo 30 für Autofahrer erfüllen kann, kostet einschließlich der Knotenpunkte 1,7 Millionen Euro. Weil dieser Abschnitt auch aus Städtebaumitteln über das ISEK gefördert wird, dort aber nur 40 Prozent bekommen kann, schlägt die Verwaltung vor, den Bereich auch für die Radwegeförderung mit anzumelden. Mit den Nachbarn wird die Stadt eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung schließen. Die Tiefbauämter bilden einen Arbeitskreis Technik.

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