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Tausende Besucher erleben in der Innenstadt ein abwechslungsreiches Programm

Stadtfest Haller Willem unter Volldampf

Halle (pes/kg). Angesichts der Menschenmenge fasst es der legendäre Fuhrmann im historischen Gewand kurz und bündig und mit einem Augenzwinkern zusammen. Der Haller Willem auf Platt: »Et giwt Hiesige und Dösige – und von hier sind se nich«. Jedenfalls nicht alle. Zum Stadtfest am Himmelfahrtstag haben die Haller jede Menge Besuch von auswärts.

Immer wieder ein Magnet zum Stadtfest: Der Haller Willem als Nostalgie-Express. Foto: Fälker

Trotz der großen Konkurrenz Leinewebermarkt in Bielefeld lockt das schöne Wetter viele Leute schon mittags in die Innenstadt, wo zwischen Bahn und B 68 die Musik spielt, Show auf zwei Bühnen geboten wird und jede Menge Aktionen laufen. Und wo die Geschäfte geöffnet haben. Zu Fuß, per Fahrrad, Auto oder Zug reisen die Besucher an. Ja, der Haller Willem ist ein Magnet – als Fuhrmanns-Legende, als Stadtfest und natürlich als Eisenbahn. Mit jeder Zug-Ankunft im Haller Bahnhof füllt sich die Stadt mehr.

Sonderzüge sind ein Renner

Vor allem die Sonderzüge unter Dampf haben es vielen Besuchern angetan. Und die schöne Schwarze der Eisenbahn-Tradition Lengerich, die Lok 78468, lässt nicht nur das Herz vieler Nostalgie-Fans hüpfen. Von unten sorgen die Züge laufend für Besucher-Nachschub, von oben treibt der Carnivalszug der Kinder ganze Familien in die Stadt. Mit Musik und Remmidemmi und in phantasievollen Kostümen steuern sie die Rathausbühne an, wo sie als tolle »Vorgruppe« für die Rockband Randale für Stimmung sorgen. Die Profis lassen dann auch mit Songs von ihrer neuen CD »Randale im Krankenhaus« nicht nur das medizinische »Personal« richtig abtanzen. Ein ordentliches Spektakel.

Bühne im Innenhof des Rathauses ist ein Volltreffer

Wie sich schon am Mittwoch herausgestellt hat, hat Susanne Debour vom Kulturbüro der Stadt mit dem Umzug der Bühne in den Innenhof des Rathauses einen Glücksgriff getan. Weniger Schatten, mehr Wärme und noch mehr Atmosphäre – das gefällt den Akteuren auf der Bühne wie den Zuschauern. Und im Landfrauencafé auf der anderen Seite des schmucken Gebäudes gibt es dank ausgezeichneter Kuchen und Torten (Stachelbeer ist der Renner) keineswegs weniger Zulauf. Nebenbei bemerkt: Am späten Nachmittag ist der ganze Vorrat aufgegessen. Das ist sicher das Beste, das dem süßen Gebäck bei dem schönen Wetter passieren kann.

Denn nicht nur der Haller Willem, verkörpert von Werner Lüking, gerät ganz schön ins Schwitzen. »Vandage brökt ik den Mantel nich unbedingt. Aber wat guot is für die Kaule, is ok guot for de Wiärmde«, sagt er. Was gut ist für die Kälte, ist auch gut für Wärme . . .

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