1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Halle
  6. >
  7. Storck prüft Chancen auf Erweiterung

  8. >

Mögliche Weiterentwicklung auf betriebseigenen Waldflächen östlich vom Paulinenweg

Storck prüft Chancen auf Erweiterung

Halle (WB/SKü). Die große Wachstumsdynamik der Storck KG an ihrem Hauptstandort in Halle lässt den Süßwarenriesen jetzt nach Erweiterungsoptionen suchen. Für die Entwicklung von bereits Storck-eigenen Flächen östlich des Paulinenweges hat das Unternehmen eine Voranfrage an das Rathaus gestellt. Dort stoßen die Erweiterungsabsichten grundsätzlich auf eine positive Resonanz.

Der Süßwarenriese Storck (mehr als 2500 Mitarbeiter am Standort Halle) ist durch laufende und geplante Neubauten an die Grenzen der Entwicklungsmöglichkeiten gestoßen. Jetzt wird auf firmeneigenen Waldflächen nach Zukunftsoptionen gesucht. Foto: Burkhard Hoeltzenbein

Es geht um etwa 20 Hektar überwiegend Waldflächen zwischen dem Paulinenweg und dem Steinhausener Weg. Unternehmenssprecher Dr. Bernd Rößler erläutert, dass das bisher zur Verfügung stehende Betriebsgelände durch aktuell laufende und weitere geplante Baumaßnahmen nunmehr an seine Grenzen stößt.

Eine Produktionshalle bereits im fortgeschrittenen Bau

Im fortgeschrittenen Bau ist derzeit eine Produktionshalle , in der laut Rößler künftig verschiedene Süßwaren produziert werden können, darunter Kaubonbons. Weiterhin werde eine neue Rösterei für Mandeln gebaut. Für zwei weitere Produktionshallen gebe es »fixierte Überlegungen«, einen geplanten Baubeginn und Fertigstellungstermin will er nicht mitteilen. Außerdem verweist Rößler auf das neue Zentrum für Techniker, das 2016 auf dem Betriebsgelände fertig wurde.

»Unsere Erweiterungsmöglichkeiten sind ausgeschöpft«, begründet Dr. Bernd Rößler, warum das Unternehmen nunmehr nach künftigen Entwicklungschancen schaut. Das unterstreiche übrigens auch die Bedeutung des Standortes Halle für das Unternehmen, fügte er hinzu. Storck beschäftigt allein in Halle mehr als 2500 Mitarbeiter.

A33 Bau hat Entwicklungsmöglichkeiten beschränkt

Der laufende Bau der A33 hat die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten des Süßwarenriesen beschränkt. Bevor die Storck-eigenen Waldflächen tatsächlich mal zu einem nutzbaren Betriebsgelände werden können, müssen eine Vielzahl planerischer Fragen beantwortet werden. Da gilt es für Belange des Naturschutzes (der Laibach läuft durch das Waldgebiet) genauso Lösungen zu finden wie für den Lärmschutz. An der Straße Arrode gibt es die nächste Siedlung. Schließlich würde Storck den bisher

öffentlichen Paulinenweg gerne in das Betriebsgelände einbinden, was für die internen Abläufe als wichtig eingeschätzt wird. »Wir sind sehr konsensorientiert«, betont Rößler. Man habe keinen besonderen Zeitdruck. Für Investitionsentscheidungen sei es aber wichtig, Unterstützung signalisiert zu bekommen, fügt er hinzu.

Jürgen Keil, Fachbereichsleiter im Rathaus, bewertet es als positiv, dass Storck nun sondiert. »Wenn Halles größter Arbeitgeber auch künftig an diesem Standort investieren möchte, ist das in einer globalisierten Welt eine tolle Nachricht für diese Stadt«, sagt Keil. Es sei verantwortungsvoll, dass Storck frühzeitig Möglichkeiten prüfe. Auch für die Sorgen von Anwohnern würden sich gewiss Lösungen finden, zeigte sich Keil überzeugt. Der erste Schritt wäre eine Änderung des Regionalplanes, was laut Keil alleine etwa eineinhalb Jahre dauert.

Startseite